Der Männer-Turnverein „Gut Heil“ errichtete das Denkmal. Am Samstag wurde feierlich des 100. Jubiläums gedacht. Etwa 50 Bürger waren aus diesem Anlass zum Gedenkstein gekommen.
Dass der 100. Jahrestag der Errichtung nicht vergessen wurde, ist Günter Wagenknecht zu verdanken. Der Dahmer Hobby-Historiker fand erst im August dieses Jahres zufällig Aufzeichnungen zu dem Stein. „Ein solches Ereignis darf man doch nicht einfach verstreichen lassen“ , glaubte er. Beim Sportverein TSV Empor Dahme stieß seine Anregung auf offene Ohren. „Wenn auch nicht als direkte Nachfolger, so stehen wir doch in der Tradition von Turnvater Jahn“ , findet Ralf Fege. Der Vereinsvorsitzende verweist auf den Breitensport, den Jahn propagiert habe und der auch heute eine große Rolle im Verein spiele. Das Jubiläum entsprechend zu würdigen, sei schon daher für den Sportverein Verpflichtung gewesen.
Fackeln leuchteten am Samstag vor dem Stein. Museumsleiter Tilo Wolf hatte drei historische Fahnen von Sportvereinen der Stadt zur Verfügung gestellt. Junge Sportler standen mit ihnen Spalier. Bürgermeister Thomas Willweber und Ortsbürgermeister Jürgen Reder legten Blumengebinde vor dem Gedenkstein nieder. Ralf Fege würdigte den Verdienst und das Wirken von Turnvater Jahn. Und er erinnerte an die Einweihung des Gedenksteines. Die habe damals Volksfestcharakter gehabt. So habe es beispielsweise einen Umzug und Sportwettkämpfe gegeben. 16 Vereine seien aus diesem Anlass in die Fläming stadt gekommen. Feierlich wurde das Denkmal durch den Männer-Turnverein vor 100 Jahren an die Stadt übergeben.
Dass der Stein und das Umfeld auch heute noch einen ansehnlichen Eindruck machen, ist freiwilligen Helfern zu verdanken. „Viele Bürger, Anlieger, Sportler packen ehrenamtlich an und pflegen Platz und Denkmal. Dafür gebührt ihnen Dank“ , so TSV-Chef Fege. Malermeimeister Rudolf Pietsch ist einer von ihnen. „Schon zu DDR-Zeiten hat er mehrmals die Innschrift aufgefrischt, freiwillig und ohne Auftrag“ , lobte Wagenknecht. Wenige Tage vor dem Jubiläum wurden die eingemeißelten Buchstaben neu goldig kenntlich gemacht, diesmal mit hochwertigem Material. Über die Kosten schweigen man sich aus. „Die kennen nur drei Leute. Und das ist auch gut so“ , schmunzelt Günter Wagenknecht.