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Ausgelastet
In den Luckauer Kitas wird der Platz knapp

Über die Bedingungen für die Kinder in der Cahnsdorfer Kita informierte sich der Fachausschuss vor Ort.
Über die Bedingungen für die Kinder in der Cahnsdorfer Kita informierte sich der Fachausschuss vor Ort. FOTO: Birgit Keilbach / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Cahnsdorf. Trotz Ausnahmegenehmigungen werden zu Jahresbeginn die Kapazitätsgrenzen in den Einrichtungen erreicht.

Die erfreuliche Nachricht, dass in Luckau und Umgebung die Kinderzahlen wachsen, hat Auswirkungen auf den Bedarf an Kita- und Hortplätzen. „Zum 1. Januar 2018 werden wir in allen städtischen Kindereinrichtungen eine Auslastung von 97 Prozent haben“, informierte die zuständige Rathausmitarbeiterin Yvette Poser kürzlich vor dem Schul- und Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung. Die Konsequenz: „Wir können künftig Wünsche von Eltern, ortsfremde Kinder aufzunehmen, nicht mehr annehmen“, machte sie deutlich.

Dabei habe die Stadt bereits mit Ausnahmegenehmigungen die Kapazitäten in einigen Kitas erhöht, so Yvette Poser weiter. Die Gießmannsdorfer Kita „Waldwichtel“ kann demnach künftig 40 Kinder aufnehmen, die Kita „Zwergenhaus am Park“ in Cahnsdorf 65 und für die Kita „Kleiner Maulwurf“ in Duben seien 30 Plätze bis zum Umzug in den Neubau Ende 2018 genehmigt. Der Hort „Freundetreff“ bezog mit Schuljahresbeginn vier Räume im Obergeschoss der Grundschule „Rosa Luxemburg“. „Dort stehen 25 Plätze zur Verfügung, mit denen wir die Kapazität des Hortes jetzt auf 285 Plätze erhöht haben“, sagte Yvette Poser. Auch die evangelische Kita „Haus Gottessegen“ wird im ersten Quartal 2018 ihre Kapazitätsgrenze von 65 Plätzen erreichen. „Wir werden einen Antrag zur Kapazitätserhöhung auf 70 Plätze stellen“, erklärte Kita-Leiterin Anke Kullick auf LR-Nachfrage. In der Motessori-Kita stehen laut Yvette Poser 38 Plätze zur Verfügung, die aktuell noch ausreichen.

Die Kinder von Flüchtlingsfamilien sollen auch künftig in mehreren Kindertagesstätten betreut werden, dafür sprachen sich die Ausschussmitglieder aus. Aktuell besuchen sechs Flüchtlingskinder die Gießmansdorfer Kita „Waldwichtel“, vier das „Spatzennest“ in Uckro und elf die Kita „Sonnenblume“ in Luckau. Der Transport mit dem gesponserten Fahrzeug sei über Fördermittel jedoch nur noch bis Mai 2018 gesichert. „Wenn es keine neue Förderung gibt, müssen die Stadtverordneten entscheiden, die Sachkosten aus der Stadtkasse zu finanzieren“, legte Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) dar.