| 02:47 Uhr

In Dahme geht nur das Nötigste

Dahme. Mit einem Defizit von rund 1,9 Millionen Euro im Dahmer Stadtsäckel müssen sich die Abgeordneten in der Debatte über den Haushalt für 2014 befassen. Schwerpunkte wurden bereits während der ersten Lesung deutlich. Birgit Keilbach / bkh1

Unstrittig ist die Investition für den Ausbau der Bundesstraße 102 im Ort, der Dahmer Hauptstraße. Auf rund 1,6 Millionen Euro beläuft sich laut Kämmerin Bärbel Schmidt die Gesamtinvestition für Restarbeiten am Regenwasserrückhaltebecken sowie die Planung des Ausbaus der Seitenbereiche im laufenden Jahr. Den Eigenanteil in Höhe von rund 983 000 Euro werde Dahme aus der Rücklage bestreiten.

Als weitere Investition hat die Verwaltung die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Funktionsgebäude in den Schwimmbädern von Dahme und Wahlsdorf in Höhe von rund 70 000 Euro eingeplant. "Ich kann mich nicht entsinnen, dass wir das bereits diskutiert und beschlossen haben", kritisierte Matthias Ochs (SPD). Es stehe im Planentwurf, um die Betriebskosten der Bäder in der Zukunft zu reduzieren, erwiderte Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos). Dieses Ziel werde sich auch im Haushaltssicherungskonzept wiederfinden. Bis zur nächsten Sitzung im März soll es vorliegen.

Keine Diskussion über die 9400 Euro teure Fassadensanierung des Heimatmuseums will Dahmes Ortsbeirat zulassen. "Wird die Instandsetzung jetzt verschoben, dann haben wir in ein paar Jahren Ausgaben in doppelter Höhe", begründete Ortsvorsteher Manfred Radan (SPD) den Standpunkt. Ebenso dringende Arbeiten an Heizung und Sanitäranlagen sind laut Bauamtsleiterin Christina Denkel in der Kita Amalienstift nötig.

Verärgerung herrschte beim Dahmer Ortsvorsteher über die geplante Kürzung des Zuschusses für Ortsfeste und Vereinspflege in der Kernstadt. "In keinem anderen Ortsteil hat sich die Zuwendung geändert. Und wir erhalten ohnehin schon weniger, gemessen an der Bevölkerungszahl", argumentierte Manfred Radan. Statt wie im Vorjahr 5000 Euro soll die Stadt im laufenden Jahr nur noch 3980 Euro bekommen. Die Differenz soll in den Topf für die Veranstaltungen im Rahmen der Kulturland-Kampagne fließen. "Davon haben schließlich auch alle Dahmer etwas", sagte Frank Pätzig. Dazu zählten laut Ursel Ochs unter anderem das Frühlingsfest, das Sommertheater an der Schlossruine, das Denkmal des Monats sowie der historische Adventskalender. Es sei durchaus möglich, dass sich die Ausgaben in höherem Maß als geplant durch die Einnahmen kompensieren ließen. "Doch es ist immer ein Risiko, weil vorher nicht klar ist, wie viele Leute kommen", erläuterte die für die Kultur zuständige Verwaltungsmitarbeiterin. Bevor die Diskussion in eine unsachliche Ebene abglitt wurde sie von Matthias Ochs und Dahmes Bürgermeister Thomas Willweber (FWG) beendet. Bis zur zweiten Lesung will der Ortsbeirat dieses Thema nochmals ausführlich behandeln.

Auf höhere Friedhofsgebühren müssen sich die Dahmenser in diesem Jahr einstellen. Mitte des Jahres soll der Entwurf vorliegen. "Die Gebührenkalkulation muss an die heutigen Gegebenheiten angepasst werden", begründete Bauamtsleiterin Christina Denkel. Denn die neue Urnenwand auf dem Dahmer Friedhof wird etwa 12 000 Euro kosten. Weitere 5000 Euro kommen für Baum- und Heckenschnitt dazu. Zudem ist laut Kämmerin Schmidt mit höheren Energiekosten zu rechnen, nachdem 2013 eine elektrische Heizung in die Feierhalle eingebaut wurde.

Geringere Ausgaben werden für den Winterdienst anfallen, laut vorliegendem Haushaltsentwurf sinken diese um rund 12 700 Euro. Auch für die Pflege von Grünanlagen sollen nur noch rund 4100 Euro anfallen. Rund 2000 Euro mehr als sonst sollen in den Schwimmbädern eingenommen werden.

Zum Thema:
Das Defizit im Haushalt Dahme beläuft sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Etwa 880 000 Euro ist daran der Anteil des Ergebnishaushaltes. Größter Ausgabeposten ist laut Kämmerin Bärbel Schmidt die Umlageforderung des Trink- und Abwasserzweckverbandes Luckau in Höhe von knapp 529 000 Euro.