Flimmerndes Licht für die Grottenbar. Es wird geschraubt und geputzt für das sechste Grottenfest, das am kommenden Samstag im Schlosspark des 270 Seelendorfes über die Bühne gehen soll.

Und dass, obwohl erst vor drei Wochen ein schweres Unwetter durch die Region zwischen Lübben, Golßen und Dahme gezogen ist. "Der acht Hektar große Schlosspark glich nach dem Sturm einem Trümmerfeld", erinnert sich der Bürgermeister der Gemeinde Steinreich, Wolfgang Luplow. "Etwa 30 Bäume sind geknickt worden. Der Hammer aber war die durchgebrochene Eiche mit einem Stammumfang von 68 Zentimetern", so Luplow. In Summe sind Schäden in Höhe von 15 000 Euro entstanden, die vom Verein bereits beglichen wurden. "Momentan sind Spezialfirmen mit den letzten Fällungen beschäftigt. Spaziergänge durch den Schlosspark sind am Samstag zum Fest definitiv wieder möglich", versichert der Bürgermeister.

Das Grottenfest, erstmals vom Verein Steinreich veranstaltet, soll mit zahlreichen Höhepunkten mehrere Hundert Besucher anlocken. "Dieses Jahr haben wir zwei Bands an Bord. Das Flämingstädter Rumpelkammer-Orchester für den Nachmittag und die Gruppe Backfire aus Cottbus am Abend", sagt Wolfgang Luplow. Die Bewohner des AWO-Wohnparks vom Schloss Glienig werden ein Theaterstück auf der Bühne im Festzelt des Parks aufführen. Alles wird barrierefrei hergerichtet. Ein internationales Fußballturnier mit Mannschaften aus Polen und Rumänien wird bereits ab 10 Uhr angepfiffen. "Außerdem gibt es wie immer etwas Historisches zu sehen", so Luplow, und deutet damit die Landmaschinenausstellung an. Die kulinarischen Angebote sollen sich von der üblichen Masse abheben. "Wir wollen weg vom Standard-Bratwurstessen und bieten stattdessen exklusive und überregionale Spezialitäten an", erzählt Vereinsvorsitzender Thomas Luplow.