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| 01:06 Uhr

Identisches Los

Luckau.. Am 9. Januar, um 17 Uhr steht in Luckau der nächste Handball-Höhepunkt auf dem Programm. Jedes Jahr spielt der Nordostdeutsche Handballverband (NOHV) in zwei Pokalrunden Teilnehmer für die erste Runde des DHB-Pokals aus.

In diesem Jahr können die elf Sieger der zweiten Runde des NOHV-Pokals in der ersten Runde des DHB-Pokals starten, wo spätestens dann ab der zweiten Runde die Bundesligisten eingreifen. Also für jeden kleineren Verein ein lohnendes Ziel, einmal die Chance zu haben, einen Bundesligisten im Wettkampf gegenüberzustehen.
Der BSV hatte schon im Vorjahr in der zweiten NOHV-Pokalrunde mit dem HC Empor Rostock ein Hammer-Los gezogen. In diesem Jahr reist der gleiche Gegner schon in der ersten Runde an. So viele Zufälle kann es bald nicht geben, oder hat der BSV bei Glücksgöttin Fortuna überhaupt keine Chance?
Die Rostocker Handballer, die nach Beendigung der vorigen Regionalliga-Saison dem Blau-Weiß Insel Usedom den Aufstiegsplatz in die 2. Bundeslig überlassen mussten, steuern dieses Ziel in diesem Jahr sehr überlegen an. Schon nach Beendigung der Hinrunde führt die Mannschaft mit sechs Punkten Vorsprung die Tabelle an. Im letzten Spiel der Hinrunde wurde der Tabellenzweite vom Bad Bramstedter TS in Rostock mit 37:24 regelrecht vom Spielfeld gefegt. Mit Maik Handschke als Spielertrainer, Martin Reuter, Karsten Ganschow, Andreas Wilk und Lars Rabenhorst stehen sehr erfahrene Spieler mit viel Routine aus Bundesliga- und Regionalliga-Spielen in den Rostocker Reihen, wobei sich die Nachwuchskräfte weiter stabil entwickelt haben. Viele unterklassige Vereine wie zum Beispiel Bützow oder Lychen delegieren ihre größten Talente nach Rostock ins Leistungszentrum.
Für die etwas älteren Sportfreunde wird der Name HC Empor Rostock immer noch mit Spitzenhandball in Verbindung gebracht. Allerdings ist das schon einige Jahre her, aber zu DDR-Zeiten spielte das Team in jedem Jahr um die Meisterschaft mit und war mit vielen Nationalspielern besetzt. Namen wie Rainer Ganschow oder Frank Michael Wahl bürgten einmal für Weltklassehandball.
Neun DDR-Meistertitel im Hallenhandball, sieben DDR-Pokalsiege und ein Europapokalsieg unterstreichen die damalige Ausnahmestellung. Nach der Wiedervereinigung hatte es der zu DDR-Zeiten vom Staat unterstützte Sportclub schwer. Von 1992 bis 1993 konnte man sich noch in der 1. Bundesliga behaupten. Dann bestimmte von 1994 bis 2003 die 2. Bundesliga das sportliche Maß. Nach zwei Jahren Regionalliga scheint jetzt wieder der Sprung in die zweite Bundesliga zu gelingen. Die Alleinherrschaft in Mecklenburg-Vorpommern musste längst an andere Vereine abgetreten werden. Mit dem SV Post Schwerin, dem Stralsunder HV und Blau-Weiß Insel Usedom haben sich inzwischen andere Vereine in der ersten beziehungsweise 2. Bundesliga etabliert.
Vorschau: In Vorbereitung für die nächsten anstehenden schweren Spiele trifft der BSV Luckau in einem Trainingsspiel auf die Mannschaft der TSG Lübben aus der Brandenburgliga. Das Spiel findet am Donnerstag, den 6. Januar, um 20 Uhr in Luckau statt. (bd)