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Ideensuche geht in zweite Runde

Einwohner und Planer diskutieren das Regionale Entwicklungskonzept.
Einwohner und Planer diskutieren das Regionale Entwicklungskonzept. FOTO: dfh
Luckau. Ideenworkshop, der zweite: Am Montagabend haben in Luckau über 40 Interessierte die Ergebnisse des ersten Workshops zur Entwicklung der Niederlausitzer Tagebau-Folgelandschaft diskutiert. Vor Vertretern der vier betroffenen Städte Luckau, Calau, Lübbenau und Vetschau fassten die Regionalplaner die Hinweise der Bürger zum "Aktionsraum Schlabendorf" zusammen. Daniel Friedrich

Außerdem nahmen sie weitere Anregungen auf.

Ein Schwerpunkt lag dabei auf den geplanten Radwegen. Nach dem Wunsch der Workshop-Teilnehmer sollten die Städte einerseits ein Wegenetz um sich selbst, aber auch Verbindungen zu den benachbarten Städten und an überregionale Radwege bieten. In einer Landkarte brachten die Planer alle bestehenden Verbindungen sowie die Wunsch-Wege zusammen.

"Teilweise ergeben sich Doppelungen. Beispielsweise gibt es mehrere gewünschte Wege rund um Zinnitz oder entlang der Landesstraße zwischen Schlabendorf und Luckau. Nicht alles wird finanziell realisierbar sein, aber wir sind noch in einer Phase, in der wir erstmal alle Ideen sammeln", sagte Joris Schofenberg vom Planungsbüro Kommunalentwicklung Mitteldeutschland. Er plädierte für ein Kernwegenetz aus asphaltierten, straßenunabhängigen Radwegen.

Aus dem Publikum kam der Hinweis, dass auch ein Radweg zum Bahnhof Uckro, etwa für Tagestouristen aus Berlin, wichtig sei. Und der Luckauer Stadtverordnete Lothar Treder-Schmidt merkte an: "Die Verbindungen zwischen den Städten sollten zwar schön in die Landschaft eingebettet, aber auch nicht zu lang sein, um sie problemlos jedem zuzumuten."

Zudem stellten die Planer verschiedene Strukturkonzepte dar, die beispielsweise das Erscheinungsbild der Dörfer betrachten. "Es ist wichtig, die bestehenden Strukturen - vom Dorfkern bis zum Ortsausgang - herauszuheben und die Wahrnehmung für Besucher zu stärken", meinte Planer Michael Kroll. Dazu gehörten auch reizvolle Sichtachsen über den Schlabendorfer See, die es zwar theoretisch gäbe, die allerdings oftmals durch Baumwuchs verdeckt seien.

In Einzelgesprächen mit wichtigen Akteuren werden die Pläne in den kommenden Wochen konkretisiert und Schlüsselmaßnahmen herausgearbeitet. Beim nächsten Treffen des Planungsrates am 6. Oktober sollen weitere Details festgezurrt werden, sodass ein erster Konzept-Entwurf entsteht. Das endgültige Regionale Entwicklungskonzept soll schließlich im Februar 2018 vorliegen.

Zum Thema:
Der zweite Workshop für den "Aktionsraum Seese" (Bischdorfer und Kahnsdorfer See) findet am morgigen Donnerstag, 24. August in Lübbenau statt. Um 17.30 Uhr stellen die Regionalplaner im Kulturzentrum Gleis 3 in der Güterbahnhofstraße die Wünsche und Vorschläge vor.