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Ideen gesucht für aktive Erholung

Joris Schofenberg von der KEM Kommunalentwicklung aus Dresden (l.) moderierte in einer Arbeitsgruppen die Vorschläge für die künftige Entwicklung von Seen und Orten in den Schlabendorfer Feldern.
Joris Schofenberg von der KEM Kommunalentwicklung aus Dresden (l.) moderierte in einer Arbeitsgruppen die Vorschläge für die künftige Entwicklung von Seen und Orten in den Schlabendorfer Feldern. FOTO: bkh
Luckau. Welche Möglichkeiten bieten die Tagebaufolgelandschaften zwischen Lübbenau, Luckau, Calau und Vetschau für die Zukunft? Dafür haben die vier Städte die Erarbeitung eines Regionalen Entwicklungskonzeptes auf den Weg gebracht. "Wir wollen das, was wir schon haben, in Wert setzen, es weiterentwickeln und besser vernetzen", sagte Luckaus Bürgermeister Gerald Lehmann. Birgit Keilbach

Ziel sei ein zukunftsfähiges Konzept, das einerseits Touristen aus der Spreewaldregion attraktive Angebote unterbreitet, sowie neue Touristen in die Region lockt. Andererseits soll es den Einheimischen einen Zuwachs an Lebensqualität durch neue Nutzungen in der Landschaft bieten.

Daher sollen sich die Bürger aus der gesamten Region in die Planung aktiv einbringen. Gelegenheit dazu hatten sie in dieser Woche bei zwei Workshops. Der erste fand am Mittwoch in der Slawenburg Raddusch statt und befasste sich mit den ehemaligen Tagebauflächen von Seese-Ost und West. Am Donnerstag trafen sich rund 50 Akteure aus dem Gebiet der Bergbaufolgelandschaft Schlabendorf Nord und Süd in der Luckauer Kulturkirche. In vier Arbeitsgruppen loteten sie aus, welche Möglichkeiten sich auf den Seen, an deren Ufern und in den Orten der Umgebung bieten.

Als Schwerpunkte der künftigen Entwicklung kristallisierten sich heraus:

1. Der Schlabendorfer See mit Seglerhafen, Campingplatz, Badestrand, Schwimmen, Paddeln und Gastronomie am Ufer und im Ort sowie einer Schifffahrts-Verbindung zum Heinz Sielmann Naturerlebniszentrum in Wanninchen. Favorisiert wird die bereits früher angedachte Solarfähre.

2. Fürstlich Drehna mit dem Drehnaer See, wo Camping, Caravaning, Schwimmen, Baden und Paddeln gleichfalls ermöglicht werden sollte. In die Planung für Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomie soll Crinitz einbezogen und über Rad- und Wanderwege die Verbindung nach Bergen sowie nach Groß- und Klein Mehßow und in die Calauer Schweiz geschaffen werden.

3. Für den Lichtenauer See und die angrenzende Tornower Niederung als Naturschutzgebiete sind Möglichkeiten zur Beobachtung angedacht.

4. Am Stiebsdorfer See mit seiner geschützten Vogelinsel sollte Baden möglich sein und Angler sowie Naturfreunde mit Booten den See befahren können.

Darüber hinaus schlagen alle Arbeitsgruppen ein umfangreiches Rad- und Wanderwegenetz vor. Dieses sollte nicht nur um die Gesamtregion herumführen, sondern auch die kleineren Orte innerhalb verknüpfen. Bei der Konzipierung der Radwege sollte bedacht werden, "dass Touristen nicht neben den Landstraßen sondern im Gelände fahren wollen", gab der Luckauer Stadtverordnete Lothar Treder-Schmidt aus Luckau den beauftragten Planungsbüros Kommunalentwicklung Mitteldeutschland (KEM) und ihrer Partnergesellschaft IPRO Consult mit auf den Weg. Ein Parkplatz an der Autobahnabfahrt bei Bathow sollte als Ausgangspunkt für Tagestouristen eingeplant werden, ergänzte Luckaus Es gab auch den Hinweis, an Wege für Reiter und Kremser zu denken und Jugendliche einbezogen, damit Interessen der nachwachsenden Generation berücksichtigt werden könnten, sagte Joris Schofenberg von der KEM.

Zum Thema:
Beim Workshop in der Slawenburg Raddusch wurden gleichfalls eindeutig Radwegeverbindungen innerhalb der Region sowie von und zu den Städten als Ankerpunkte favorisiert. Der Bischdorfer See soll die Möglichkeiten zum Schwimmen, Paddeln und Baden bieten "und eine Verbindung zum Schönfelder See geschaffen werden", sagte Peter Brandt. Lübbenau wolle den Fokus auf die junge Lausitz richten. Ideen hätten Neunt- und Zehntklässler eingebracht. Für Vetschau stehe die Slawenburg im Fokus, die perspektivisch besser an das Umland angebunden werden soll.