ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 13:28 Uhr

Besonderes Ehrenamt
Hospizhelferinnen in Luckau ausgebildet

 Eine Hospizmitarbeiterin hält die Hand eines todkranken Menschen, der im Hospiz im Bett liegt.
Eine Hospizmitarbeiterin hält die Hand eines todkranken Menschen, der im Hospiz im Bett liegt. FOTO: dpa / Felix Kästle
Luckau. Acht Frauen verstärken das ambulante Team der Malteser. Am Sonnabend nächstes Trauercafé für Hinterbliebene.

Sterben, Tod und Trauer – diese Themen werden in unserer Gesellschaft weitgehend verdrängt. Und dennoch gehören sie zum Leben. Das werde vielen Menschen erst bewusst, wenn sie mit einer solchen Situation direkt konfrontiert werden, sagt Katrin Brauer, Koordinatorin des Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes der Malteser Spreewald. Damit Betroffene in dieser schweren Zeit nicht alleine sind, stehen ihnen ehrenamtliche Begleiter in den ambulanten Hospizdiensten hilfreich zur Seite. Die Ehrenamtlichen seien für die sterbenden Menschen da, aber auch für Angehörige und Freunde. „Sie wenden sich ihnen zu und schaffen einen Raum, in dem Sterbende bis zuletzt in Würde leben können“, erklärt Katrin Brauer.

Demnächst wird das Team des Ambulanten Hospiz- und Palleativberatungsdienstes der Malteser um weitere acht ehrenamtliche Begleiterinnen verstärkt. Die Frauen haben sich in den vergangenen zehn Monaten im Kurs „Sterbende begleiten lernen“ mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt. Die Hospizhelferausbildung endet am Sonnabend, 12. Oktober, dem Welthospiztag, in der Schlabendorfer Kirche. Die Teilnehmerinnen seien sich einig, dass die Ausbildung auch das eigene Leben bereichert, besondere Werte vermittelt habe, so die Koordinatorin.

Bundesweit betreiben die Malteser nach eigenen Angaben mehr als 80 Dienste und Einrichtungen der Hospizarbeit und Palliativmedizin. 2000 Ehrenamtliche engagieren sich für sterbende und schwerstkranke Menschen. Sie werden bundesweit nach anerkannter und einheitlicher Qualifikation auf ihren Einsatz vorbereitet. Über 100 Hospizhelfer sind in der Niederlausitz in drei Malteser Hospizdiensten ehrenamtlich tätig.

Neben der Sterbebegleitung gibt der Hospizdienst über den Tod hinaus Hinterbliebenen Unterstützung. Einmal im Monat öffnet das Trauercafé „Regenbogen“ in Luckau seine Pforten für all jene, die den Verlust eines lieben Menschen nicht allein verarbeiten können. Das nächste Mal wird am Sonnabend, 12. Oktober, um 10 Uhr in die Räume der Malteser an der Berliner Straße 4 ins Trauer-Café eingeladen.

 Eine Hospizmitarbeiterin hält die Hand eines todkranken Menschen, der im Hospiz im Bett liegt.
Eine Hospizmitarbeiterin hält die Hand eines todkranken Menschen, der im Hospiz im Bett liegt. FOTO: dpa / Felix Kästle