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Höhenfeuerwerk zum Golßener Gurkentag geplant

Golßen. Während des Spreewälder Gurkentags im August in Golßen (Unterspreewald) soll es erneut ein Feuerwerk geben. Die Stadtverordneten haben einen entsprechenden Auftrag während ihrer jüngsten Sitzung vergeben. asd1

Demnach wurde die Firma FireArt aus Annaberg-Buchholz (Sachsen) beauftragt. Dieses Unternehmen war auch schon im vergangenen Jahr für das Feuerwerk in Golßen verantwortlich, wie Bürgermeister Hartmut Laubisch (SPD) sagt.

Diesmal soll es Laubisch zufolge einige Änderungen geben. Das Spektakel werde weniger als die etwa 15 bis 20 Minuten im Vorjahr dauern, dafür aber höher sein -- bis zu 150 Meter. 3213 Euro kostet das Höhenfeuerwerk. Der Preis wurde von der Verwaltung vorgegeben und bewegt sich "seit Jahren im gleichen finanziellen Rahmen", wie der Bürgermeister sagt. Er reagierte damit auf Gerüchte, in denen von Kosten bis zu 20 000 Euro die Rede ist.

Reinhard Knöfel (Die Linke) hält das Feuerwerk für "unnütz". Es heiße doch immer, die Stadt Golßen hat kein Geld. "Und jetzt werden einfach mal 3000 Euro in die Luft geblasen. Warum wird das Feuerwerk nicht vom Spreewaldverein als Veranstalter finanziert?"

Weil der Verein mit den Kosten der Veranstaltung ohnehin gerade so hinkommt, sagt Hartmut Laubisch. Reinhard Knöfel wollte auch wissen, ob es Zahlen gibt, wie viele Gäste zusätzlich durch das Feuerwerk angelockt werden. Konkret kann das laut Bürgermeister nicht beantwortet werden. "Doch während der Zeit des Feuerwerks sind deutlich mehr Menschen auf dem Marktplatz als sonst während des Fests."

Ihm zufolge kommen zahlreiche Leute extra wegen des nächtlichen Spektakels nach Golßen - auch aus umliegenden Orten. "Sie schauen sich das Feuerwerk an und bleiben anschließend oft noch länger da", sagt Hartmut Laubisch. Vier Firmen waren zur Abgabe eines Angebots aufgefordert worden. Niemand von ihnen habe innerhalb der Frist reagiert. Das jetzt beauftragte Unternehmen sandte sein Angebot verspätet zu.

Die Verwaltung empfahl dennoch, FireArt den Zuschlag zu erteilen. Dem folgten die Stadtverordneten mehrheitlich.