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| 02:43 Uhr

Heute erneut Wolfswache am Neuendorfer See

Neuendorf am See. Heute Abend veranstaltet der Bauernbund Brandenburg erneut eine Wolfswache in der Region Unterspreewald. Diesmal liegt das Hauptaugenmerk auf der Kuhweide eines Landwirts, der – so berichtet der Bauernbund – im letzten halben Jahr fünf Jungrinder verloren hat. Ingvil Schirling

Vergangene Woche fand er eine einjährige Färse mit blutüberströmtem Kopf, deren Todesursache unklar ist. Ob in der Region beobachtete Wölfe für den Tod der Tiere verantwortlich sind, geht aus der Ankündigung nicht direkt hervor. Ein Landwirt aus Leibsch hat allerdings vor wenigen Tagen einen Wolf mit einer Wildkamera direkt neben seiner Mutterkuhherde fotografiert (die RUNDSCHAU berichtete). Daraufhin wurde vergangene Woche dort eine Wolfswache am Lagerfeuer eingerichtet.

Ziel der Aktion ist es, die Wölfe eine zeitlang abzuschrecken, in dem mit dem Treff am Lagerfeuer Unruhe in die Region gebracht wird. Gleichzeitig wollen die betroffenen Landwirte und der Bauernbund auf die Situation aufmerksam machen. Dieser Teil des Unterspreewalds gilt aus Sicht des Bauernbunds Brandenburg als "besonders betroffen".

Vergangene Woche waren 25 Frauen und Männer bei der ersten Wolfswache in Leibsch dabei. Beabsichtigt sei nicht, Kritiker und Befürworter der Wölfe gegeneinander aufzuwiegeln, sondern miteinander ins Gespräch zu kommen und auf die Folgen für die Landwirte aufmerksam zu machen.

Der Bauernbund hat unterdessen gegenüber der Landesregierung deutlich gemacht, was aus seiner Sicht getan werden muss. Dazu gehört der vollständige finanzielle Ausgleich für gerissene Tiere ebenso wie eine verlässliche Definition von "Problemwölfen", die sich wiederholt Herden und Menschen nähern sowie die Anpassung des Schutzstatus.

Anmeldung und nähere Informationen zur Anfahrt beim Wolfsbeauftragten des Bauernbunds Frank Michelchen, Telefon 0160 95645150.