Die zusätzlichen Kosten von rund 461 500 Euro sollen entsprechend dem Eisenbahnkreuzungsgesetz unter dem Bund, der Bahn sowie dem Landkreis Dahme-Spreewald, dem die Straße gehört, aufgeteilt werden.

Diese Rechnung geht jedoch nur auf, wenn auch die Planfeststellungsbehörde den Gehweg für die Verkehrssicherheit als notwendig erachtet. Zur fachlichen Begründung hatte sich Heideblick mit Prof. Frank Höfler vom Lehrstuhl Verkehrswesen und Stadtplanung der BTU Cottbus-Senftenberg einen Experten an die Seite geholt. Dennoch ist offen, wie die Planfeststellungsbehörde reagiert. "Es ist eine Abwägungsfrage, denn es gibt keine zwingende Vorschrift, die besagt, dass dort ein Gehweg gebaut werden muss", erläuterte Anwalt Dr. Stefan Rude Gemeindevertretern und Wehnsdorfer Einwohnern.

Allerdings drängt die Zeit, weil die Planungen seitens der Bahn schon weit fortgeschritten sind. Laut Bürgermeister Frank Deutschmann (parteilos) ist die Bahn bereit, den Gehweg noch in die laufende Planung zu integrieren. Dazu muss die Gemeindevertretung jedoch noch im Februar die endgültige Entscheidung fällen. Im negativen Fall könnte diese aber zur Folge haben, dass die Gemeinde später die Mehrkosten des Landkreises für den Gehweg schultern und die Folgekosten tragen muss. "Das passiert, wenn alle anderen beteiligten Behörden sagen, dass dieser Gehweg nicht notwendig ist", so der Anwalt. Der Gemeinde bliebe dann im Nachgang zum Bau nur noch ein mehrjähriger Klageweg um die Kostenaufteilung.

"Wir wollen mit allen rechtlichen Mitteln versuchen, die Kosten für den Gehweg von der Gemeinde abzuwenden", sagte Bürgermeister Frank Deutschmann. Denn die Sicherheit der Bürger habe höchste Priorität. Das letzte Wort haben die Abgeordneten am heutigen Montagabend.