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| 17:40 Uhr

Mangelndes Brandschutzkonzept
Heideblick genehmigt drei neue Windkraftanlagen

131 Meter Nabenhöhe sollen die geplanten Windkraftanlagen im Gebiet Falkenberg/Pitschen-Pickel haben.
131 Meter Nabenhöhe sollen die geplanten Windkraftanlagen im Gebiet Falkenberg/Pitschen-Pickel haben. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Langengrassau. Die Gemeinde fordert eine Überarbeitung des Brandschutzkonzeptes im Windeignungsgebiet. Von Anja Brautschek

Die Firma Energiequelle beabsichtigt, im Windpark Falkenberg/Pitschen-Pickel drei neue Windkraftanlagen zu errichten. Einen entsprechenden Antrag hat die Gemeindevertretung von Heideblich kürzlich genehmigt.

Zuvor hat sich bereits der Ortsbeirat von Falkenberg für das Vorhaben ausgesporchen. „Verhindern können wir die Errichtung eh nicht“, sagt Bürgermeister Frank Deutschmann. In einem städtebaulichen Vertrag mit der Firma wurden Kompromisse, unter anderem die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung, ausgehandelt. Vorgesehen ist, insgesamt drei Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von jeweils 131 Metern zu errichten.

Die Firma Energiequelle ist jedoch aufgefordert, das Brandschutzkonzept für die geplanten Anlagen zu überarbeiten. Das vorhandene Konzept sieht eine örtliche Löschwasserbereitstellung vor, da von keiner größeren Brandgefahr auszugehen sei. Dies sieht die Gemeinde anders. Eine bewaldete Fläche befindet sich in unmittelbarer Nähe. Das kann im Extremfall zu einer schnellen Brandausbreitung führen. Aus diesem Grund soll das Brandschutzkonzept für das gesamte Windeignungsgebiet erneut betrachtet und entsprechend angepasst werden. Der beschlossene städtebauliche Vertrag zwischen der Gemeinde Heideblick und der Firma Energiequelle wird dementsprechend ergänzt. Eine erste Lösung sieht vor, im Brandfall  sowohl aus Pitschen-Pickel als auch aus Falkenwerb Löschwasser zu beziehen, um die Versorgung zu gewährleisten.

Einwände gegen das Vorhaben können noch immer beim Landesamt für Umwelt eingereicht werden. Die Frist endet erst am 10. Januar. Einwände können elektronisch per E-Mail an t12@lfu.brandenburg.de oder auch schriftlich beim Landesamt für Umwelt, Genehmigungsverfahrensstelle Süd, Postfach 601061 in 14410 Potsdam eingereicht werden (registriernummer: 50.024.00/18/1.6.2V/T12). Der Erörterungstermin ist am 20. Februar 2019 im Versammlungsraum der Gemeinde Heideblick in Langengrassau vorgesehen.