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| 16:57 Uhr

Kommunales
Von Sportwelt bis Windenergie

 Für die Sportwelt, die auch als Veranstaltungsstätte genutzt wird, ist ein neues Betreiberkonzept in Arbeit. Geprüft wird derzeit außerdem der Anbau einer Kegel- und Bowlingbahn.
Für die Sportwelt, die auch als Veranstaltungsstätte genutzt wird, ist ein neues Betreiberkonzept in Arbeit. Geprüft wird derzeit außerdem der Anbau einer Kegel- und Bowlingbahn. FOTO: Andreas Staindl
Dahmes Bürgermeister Thomas Willweber zu dicken Brocken der neuen Legislaturperiode.

Seit September 1998 ist Thomas Willweber (Freie Wählergemeinschaft) ehrenamtlicher Bürgermeister. Bei der jüngsten Kommunalwahl am 26. Mai hat er sich im ersten Wahlgang mit rund 58 Prozent der Stimmen erneut gegen zwei Mitbewerber durchgesetzt. Ein Vertrauensbonus und zugleich eine Hypothek. „Wir haben in den nächsten Jahren jede Menge Arbeit vor uns“, so der alte und neue Bürgermeister.

Für die Infrastruktur sind wichtige Weichen gestellt. Mit der Umgestaltung des Tierparkes wird die Schlosspark-Sanierung fortgesetzt. Ausgebaut werden außerdem die Landwirtschaftsstraßen von Rosenthal zur B 102 und von der Herzberger Straße nach Schwebendorf, nennt der Bürgermeister Erfreuliches. Weiterkämpfen werde die Stadt beim Land darum, die noch offenen Abschnitte der Dahmer Ortsdurchfahrt in Richtung Jüterbog und Luckau zeitnah zu realisieren.

Andere  harte Brocken blieben dem Bürgermeister über Jahre treu, die Suche nach Lösungen hatte sich das Bündnis Freie Wählergemeinschaft/CDU erneut ins Wahlprogramm geschrieben.

Das Schützenhaus ist so ein Dauerbrenner. Nach dem Verkauf an einen Unternehmer aus Holland hatten sich Hoffnungen der Stadt auf eine Wiederbelebung des Kulturtempels nicht erfüllt. Seit einem Brand ist das Bauwerk Ruine. Der Bürgermeister plädiert für Abriss. Verhandlungen mit dem Eigentümer über einen Rückkauf zu vertretbaren Konditionen seien jedoch noch in der Schwebe. Zusammen mit angrenzenden kommunalen Flächen bietet sich aus Thomas Willwebers Sicht das Areal  als Bauland für junge Familien an. „Die Nähe zum Schlosspark macht den Standort attraktiv“, ist er überzeugt.

Zu klären sei aber für diese Alternative die Zukunft der benachbarten  Kegelbahn. Dach- und Dachstuhl müssten saniert werden, Kostenschätzungen gehen von mehr als 100 000 Euro aus. Deshalb sei der Anbau einer neuen Kegel- und Bowlingbahn an die Sportwelt eine Idee. Die Verwaltung prüfe diese Möglichkeit in Verbindung mit ohnehin geplanten Veränderungen an den Sportwelt-Außenanlagen, wo unter anderem ein Caravan-Stellplatz entstehen soll, so Thomas Willweber.

Eine weitere Hürde: Der TSV Empor als Betreiber von Sportwelt, Sportplatz und Sporthaus will einen Ausstieg aus dem Vertrag. Zuständigkeiten sind neu zu regeln, woran gearbeitet wird,  sagt Thomas Willweber. Den technischen Betrieb soll die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft übernehmen. Die Belegung aber könne nur Sache des Sportvereins bleiben.

Zeichnen sich beim Sportareal Weichenstellungen ab, so stehen hinter dem Erholungsgebiet am Körbaer Teich noch viele Fragezeichen. Der Badesee leidet unter Wassermangel. Die Ämter Dahme und Schlieben als Anrainer wollen gemeinsam Auswege prüfen. „Der Rest muss dann aber auch funktionieren“, sagt der Bürgermeister und meint die Angebote um den Teich herum. Den Campingplatz hatte die Stadt vor Jahren aus Kostengründen geschlossen, der Versuch mit einem Baumhauspark scheiterte. „Als Kommune einen ansprechenden Campingplatz selbst zu bauen, könnte Dahme sich nicht leisten. Dafür brauchten wir Hilfe vom Land“, so Thomas Willweber.

Weiteres Thema für die neue Legislaturperiode bleibt die Windkraft. Mit Windtürmen ist das Stadtgebiet gut bestückt, und weitere Investoren drängen nach, wollen unter anderem nach Schöna-Kolpien, wie Thomas Willweber erzählt. „Quer durch die Parteien gibt es Konsens, dass wir keine neuen Windräder wollen“, sagt er und betont, außerhalb der drei 2012 beschlossenen Bebauungsplan-Gebiete sei keine zusätzliche Anlage mehr genehmigt worden. Jedoch müsse sich aus seiner Sicht die Stadt an vormals geschlossene Verträge mit Investoren halten. Deren mögliche Klagen könnten ansonsten Erreichtes von Grund auf  infrage stellen. Ein Standpunkt, den Windkraftgegener unter den Stadtverordneten nicht teilen.