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| 15:47 Uhr

Harry Müller ist jetzt Ehrenbürger

Ein historischer Moment: Dem verdienstvollen ehemaligen Luckauer Bürgermeister Harry Müller wird von seinem Nachfolger Gerald Lehmann das Ehrenbürgerrecht der Stadt Luckau verliehen, dokumentiert in der dazugehörigen Urkunde.
Ein historischer Moment: Dem verdienstvollen ehemaligen Luckauer Bürgermeister Harry Müller wird von seinem Nachfolger Gerald Lehmann das Ehrenbürgerrecht der Stadt Luckau verliehen, dokumentiert in der dazugehörigen Urkunde. FOTO: B. Keilbach/bkh1
Luckau. Feierliche Stimmung herrschte am Samstagnachmittag im Klostersaal der Kulturkirche von Luckau. Die Dankeschön-Veranstaltung der Stadt stand in diesem Jahr im Zeichen einer ganz besonderen Würdigung. Birgit Keilbach / bkh1

Luckaus Altbürgermeister Harry Müller wurde zum Ehrenbürger der Stadt Luckau ernannt. Anschließend trug er sich ins Ehrenbuch der Stadt ein.

"Harry Müller hat sich in hervorragender Weise um die Stadt Luckau verdient gemacht", würdigte Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos), dessen Lebensleistung. In seiner Laudatio erinnerte er an Meilensteine, die Harry Müller als Bürgermeister in Luckau setzte und die bis heute das Profil der Stadt prägen. Am 28. Mai 1990 war der frühere Leiter des Kataster- und Vermessungsamtes im damaligen Kreis Luckau in diese Funktion gewählt worden. Zweimal wurde er mit großer Mehrheit wiedergewählt und am 26. Januar 2009 endete seine Amtszeit.

In diesen fast 20 Jahren habe Harry Müller mit Mut und Visionen die Entwicklung der Stadt vorangebracht. Die großen wirtschaftlichen Umbrüche, hohe Arbeitslosigkeit und Abwanderung sowie der Funktionsverlust nach der Kreisgebietsreform 1992 seien große und schwierige Aufgaben gewesen. Mit dem neu entwickelten Gewerbegebiet Ost sei der Strukturwandel eingeleitet worden. Neue Firmen gründeten sich und Arbeitsplätze entstanden. Das wohl größte Vorhaben, die Ausrichtung der 1. Landesgartenschau Brandenburgs im Jahr 2000, hat eine bis heute anhaltende Wirkung entfaltet - in der Stadt selbst und weit über die Region hinaus. Ebenso nachhaltig war die Entscheidung zum Neubau der JVA in Duben und die damit verbundene Neugestaltung des ehemaligen Gefängniskomplexes mit der Kulturkirche als Herzstück. "Wir haben es Dir zu verdanken, dass wir Luckau heute so vollkommen erleben dürfen wie keine Generation zuvor", sagte Gerald Lehmann. Er erinnerte auch daran, dass die Brandenburgischen Sommerkonzerte dank Harry Müllers Engagement seit 26 Jahren in der Gartenstadt Station machen und die Bibliothek der Ninnemann-Stiftung in der Kulturkirche eine Heimstatt hat. Bei allem Einsatz für die Kernstadt habe er stets darauf geachtet, dass auch die Belange der Ortsteile stets berücksichtigt wurden.

Vor 25 Jahren gehörte Luckau zu den Gründungsmitgliedern der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen", die Harry Müller viele Jahre lang leitete. "Was von Luckau ausging, war ein Spagat zwischen Mut und Visionen, die heute in Erfüllung gegangen sind", würdigte der jetzige Vorsitzende und Bürgermeister von Treuenbrietzen, Michael Knape diese Leistung. Martin Wille überbrachte als ehemaliger LDS-Landrat die Glückwünsche seines Nachfolgers. Er habe nie aufgegeben, seine Ziele auch mit einer "gewissen Penetranz verfolgt und dicke Bretter gebohrt", sprach er seine persönliche Anerkennung aus.

In der Feierstunde erhielten weitere Bürger und Vereine der Stadt und der Ortsteile Anerkennung für ihren ehrenamtlichen Einsatz: Müllermeister Erich Liedtke, der bereits im Februar die Ehrenmedaille der Stadt erhalten hatte, trug sich gleichfalls ins Ehrenbuch der Stadt ein. Geehrt wurden zudem Egon Buder aus Rüdingsdorf, Hartmut Leyh aus Uckro, Lothar Treder-Schmidt aus Zieckau (Caule), Bärbel Heisler aus Cahnsdorf sowie Walter Exner und der Verein "Mensch Luckau" und der Feuerwehrverein 1873 Luckau.