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| 15:04 Uhr

Aufreger
Halteverbot vor Arztpraxis sorgt für Ärger

Das Halteverbot vor der Arztpraxis sorgt bei Patienten für Unverständnis.
Das Halteverbot vor der Arztpraxis sorgt bei Patienten für Unverständnis. FOTO: LR / Carmen Berg
Görlsdorf. Stadt verteidigt die neuen Schilder in Görlsdorf und verweist auf Beschwerden über rücksichtslose Parker.

() Patienten der Arztpraxis Barth in Görlsdorf sind sauer. Unmittelbar vor der Praxis stehen seit Kurzem Halteverbots-Schilder. Besucher der Sprechstunde müssen ihre Autos vor der Kirche abstellen, also etwa 100 Meter entfernt. Leserin Anneliese Stecklina fragt: „Warum denn sowas? Ausgerechnet vor einem Arzt? Wer denkt an uns ältere Menschen?“ Das könne keiner verstehen, gibt sie Frust aus dem gut gefüllten Wartezimmer des Arztes wieder.

Wie Thomas Schäfer, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes im Luckauer Rathaus, erklärt, sei die beidseitige Beschilderung in der Görlsdorfer Dorfstraße in Höhe der Praxis im April auf Grund zahlreicher Beschwerden von Anwohnern, aber auch Betrieben geändert worden. Sie hätten wegen rücksichtslosen Parkverhaltens die Straße teilweise nicht mehr passieren können. Weiterhin seien Bankette beschädigt und zerfahren worden.

„Zuletzt in der Ortsbeiratssitzung im Oktober 2017 wurde vom Görlsdorfer Ortsbeirat an die Stadt Lu-
ckau heran getragen, dass dringend etwas in Bezug auf die Parksituation geschehen muss, weil die geltenden Regeln der Straßenverkehrsordnung regelmäßig ignoriert werden“, sagt er.

Auch das Ordnungsamt habe immer wiederkehrende Verstöße festgestellt. In einzelnen Fällen hätten Autos den Verkehr derart behindert, dass ein Abschleppen gerechtfertigt gewesen wäre. Es sei keiner mehr durchgekommen, so Thomas Schäfer.

Die Stadt reagierte mit der neuen Beschilderung, wonach in Richtung Beesdau fahrend ein absolutes Halteverbot, aus Richtung Beesdau kommend ein eingeschränktes Halteverbot eingerichtet wurde. Wie Thomas Schäfer sagt, sei gewährleistet, dass aus Richtung Beesdau weiterhin unmittelbar vor der Praxis gehalten werden kann, um beispielsweise Menschen, die nicht so gut laufen können, aussteigen zu lassen. Darüber hinaus verweist er auf den öffentlichen Parkplatz vor der Kirche mit Stellflächen für mindestens 14 Pkw. Das Ordnungsamt verteidigt die neue Beschilderung, mit der „ein ungehindertes Passieren der Straße wieder möglich ist“.