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| 02:43 Uhr

Günter Hönicke gibt sein Amt in jüngere Hände

Nach 17 Jahren an der Spitze des Golßener Carneval Clubs hat Günter Hönicke den Staffelstab an die Jüngeren weitergegeben.
Nach 17 Jahren an der Spitze des Golßener Carneval Clubs hat Günter Hönicke den Staffelstab an die Jüngeren weitergegeben. FOTO: B. Keilbach/bkh1
Golßen. 20 Jahre hat Günter Hönicke im Vorstand des GCC mitgewirkt, 17 davon führte er den Verein als Präsident. Auf der Jahreshauptversammlung kandidierte er nicht wieder. Mit Carola Guckel haben die Golßener Karnevalisten nun erstmals eine Präsidentin. Sven Nachtigall ist ihr Stellvertreter. Birgit Keilbach / bkh1

"Karneval muss mit der Zeit gehen und braucht immer wieder neue Ideen, die von den Jüngeren eingebracht und umgesetzt werden", sagt Günter Hönicke. Der 62-Jährige hat den Staffelstab mit einem guten Gefühl an seine Nachfolger übergegeben. "Wir haben gute Leute, die den Club in der erlangten Qualität weiterführen werden", ist er sich sicher. Mit seinen Erfahrungen wird er ihnen auch künftig zur Seite stehen.

Carola Guckel, vielen bekannt als der weibliche Teil der "Lausitzer Landeier", war bisher seine Stellvertreterin, hatte vor 17 Jahren mit ihm gemeinsam die Vereinsführung übernommen. "Ich habe von ihm viel gelernt. Das gute Miteinander im Verein ist einer seiner Verdienste", sagt die 47-Jährige, die in Schenkendorf (Gemeinde Steinreich) zu Hause ist. Als neuer Vereinsvize übernimmt mit dem 28-jährigen Sven Nachtigall zugleich die nächst jüngere Generation Verantwortung an der Spitze des Vereins.

Der Carneval Club sei gut aufgestellt, sagt Carola Guckel. Als Präsident habe Günter Hönicke stets im Blick gehabt, keine Lücke zwischen den älteren und den jüngeren Karnevalisten im GCC entstehen zu lassen. "Er hat dem Nachwuchs immer Chancen gegeben, sich auszuprobieren und damit die jüngeren Mitglieder gefördert", das schätze sie besonders.

Zudem sei während Hönickes Amtszeit ergänzend zur Satzung ein karnevalistisches Regelwerk erstellt worden, um den neuen Mitgliedern das Ankommen im Verein zu erleichtern. "Darin sind viele Dinge aufgelistet, die zur Brauchtumspflege im Verein gehören und für gestandene Karnevalisten schon selbstverständlich sind", erläutert die Präsidentin.

Verein lebt vom Wirken vieler

Mit seiner sachlich-überlegten und besonnenen Art habe ihr Vorgänger die gute Atmosphäre im Verein wesentlich geprägt. Denn der Karnevalsverein lebt vom Mitwirken vieler Hände und Köpfe. Da bleiben Meinungsverschiedenheiten nicht aus. "Günter Hönicke hat es verstanden, immer Lösungen im Sinne des Vereins zu finden, die uns alle weiter vorangebracht haben", sagt Carola Guckel. Am vor einigen Jahren eingeführten Stammtisch hätten in regelmäßigen Abständen alle Mitglieder die Möglichkeit, sich mit ihren Fragen, Ideen, kritischen oder organisatorischen Dingen an den Vorstand zu wenden.

Als Programmchef begleitete Günter Hönicke das Training der verschiedenen Gruppen, koordinierte und organisierte die Ideenvielfalt stets mit dem Blick auf ein ausgewogenes Verhältnis von Tanz, Sketch, Slapstick, Musik und Show. Diese Aufgabe wird Günter Hönicke weiterführen und will auch hier die Jüngeren schrittweise an größere Verantwortung heranführen. "Wir wollen noch mehr Mitglieder in die Vorbereitungen einbeziehen und sie neue Ideen verwirklichen lassen."

Auch international tätig

Als langjähriger Repräsentant des Vereins habe Günter Hönicke auch die Außenwirkung des Golßener Carneval Clubs befördert, nennt Vereinssprecher Carsten Wolf einen weiteren wichtigen Aspekt. "Er trug viel zur Anerkennung des GCC im Karnevalsverband Lausitz bei, machte uns gemeinsam mit Diethard Krahn über den Verband europäischer Karnevalsstädte (FECC) auch international bekannt." Auftritte der Garden in Kroatien, Tunesien und Schweden gaben außerhalb Deutschlands Einblick in das Niveau des Golßener Karnevals.

2005 und 2009 trafen sich die Mitglieder der Sektion Deutschland des FECC in Golßen. Im Juni wird es ein internationales Treffen des Verbandes in Cottbus geben. "Dort gestaltet unser Carneval Club dann das Galaprogramm mit", blickt Carsten Wolf voraus.