Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) habe einen Gefahrenabwehrplan aufgestellt. Demnach sollen Gräben und Vorfluter wieder funktionsfähig gemacht werden. "Wenn das nicht zur Entspannung führt, werden Untersuchungen an Häusern und Straßen durchgeführt und bis 2012 weitere Maßnahmen eingeleitet", so Gudrun Padack.
Der Steindamm in Beesdau sei bereits ertüchtigt worden. Jetzt seien noch Staudämme geplant, die Umlegung der Berste, zudem die Wiederinbetriebnahme des Schöpfwerks mit neuer Technik. Bund und Land würden sich die Kosten teilen, so Gudrun Padack. Das Schöpfwerk soll Beesdau vor zu viel Grundwasser schützen, befinde sich allerdings auf Privatland. "Wir haben mit dem Eigentümer verhandelt", sagt die Bauamtsleiterin. "Es geht in Gemeindeeigentum über."
Lothar Zimmermann befürchtet "große Probleme" in Beesdau. "Wir haben schon heute mit enormen Wassermengen zu kämpfen", erklärt der Ortsbürgermeister. "Die Gräben sind offenbar zu flach ausgelegt." Bauausschuss-Vorsitzender An dreas Schiemenz ergänzt: "Was bisher an Gräben in Beesdau geplant wurde, ist mangelhaft. Die Straßenentwässerung klappt nicht. Die Leute haben schon jetzt mit nassen Kellern zu kämpfen." Schiemenz beklagt, dass er trotz "massiver Bauvorhaben" der LMBV in der Gemeinde noch nie eine Planung gesehen habe. Auch in Bornsdorf und Weißack plane die LMBV Hochwasserschutzmaßnahmen. "Da sind Gräben auf privaten Grundstücken dabei", so der Ausschussvorsitzende. Zur nächsten Sitzung soll ein Vertreter der LMBV eingeladen werden.