„Stellen wir doch die Stühle in einem Kreis auf, dann redet es sich besser“ , schlägt eine Mutter vor. Eltern und Lehrer haben an diesem Abend im Schulhaus ein straffes Programm vor sich. Im zweiten Anlauf soll ein arbeitsfähiger Förderverein für die Grundschule ins Leben gerufen werden.
Wie Schulleiterin Elke Thier erklärt, gibt es Bemühungen darum seit Jahren. Sie seien jedoch nicht zu Ende gebracht worden. „Eltern, die sich den Hut aufsetzen wollten, hatten das aus Zeitgründen nicht in den Griff bekommen“ , nennt sie einen der Gründe.
Antje Vetter, deren Kind die vierte Klasse besucht, macht sich für die Vereinsgründung stark. Sie hat andere Eltern und auch Lehrer zu der Zusammenkunft eingeladen. „Ich habe viele Jahre in Nordrhein-Westfalen gewohnt und dort gesehen, wie bereits in Kitas Vereine manches für die Kinder auf den Weg gebracht haben, zu dem es sonst nicht gekommen wäre“ , erzählt sie. So stelle sie sich das nun auch an der Schule in Dahme vor, erklärt die Initiatorin und nennt Aufgaben für den neuen Verein. Er könne, sagt sie, die Belange der Schule gegenüber der Stadt, dem Kreis oder dem Land anders vertreten, als die Bildungseinrichtung selbst dazu in der Lage sei. Weiterhin gehe es darum, Geld aufzutreiben, um die Bedingungen für die Kinder weiter zu verbessern.
Antje Vetter berichtet von der Grundschule in Luckau, wo über den Förderverein eine Schulbibliothek initiiert worden sei. „Fußballtore für unseren Schulhof“ , nennt sie ein Anliegen, um das sich die Dahmer Vereinsmitglieder kümmern könnten. Wie die Mutter erklärt, achte die Schule darauf, dass sich die Jungen und Mädchen in den Pausen bewegen. Fußball würde vielen Spaß machen, ist sie überzeugt.

Turnhalle braucht Teppich
Andere Eltern regen an, für die Turnhalle einen Belag zu kaufen. „Unser Haus hat keine Aula“ , erläutert Elke Thier. Deshalb werde für Kulturveranstaltungen und Schulfeste die Turnhalle genutzt. Weil aber das Parkett mit Straßenschuhen nicht betreten werden dürfe, sei ein Teppich nötig. „Bisher haben wir uns den mit viel Aufwand von der Schule in Werbig borgen müssen“ , sagt die Schulleiterin.
„Für solche zusätzlichen Wünsche reicht das normale Budget der Schule in der Regel nicht aus“ , unterstreicht Antje Vetter. Es seien Ideen gefragt, Sponsoren müssten gewonnen werden. Zudem käme durch die Mitgliedsbeiträge Geld in die Kasse. „Je mehr Eltern mitmachen, desto mehr können wir für unsere Kinder bewirken“ , ist die Initiatorin überzeugt.

Kulanz bei den Beiträgen
In der Runde wird die Geschichte von einem Vater erzählt, der sich im Förderverein engagieren wollte, aber als Hartz IV-Empfänger den Mitgliedsbeitrag fürchtete. „Das war schon beim ersten Anlauf zum Verein ein Hauptdiskussionspunkt“ , erinnert sich Schulleiterin Elke Thier. Die Mitarbeit dürfe nicht am Geld scheitern, sind sich die Vereinsgründer einig. Sie beschließen einen Jahresbeitrag von zehn Euro, der in halbjährlichen Raten von je fünf Euro bezahlt werden kann. Zudem dürfen Mitglieder, die auch diese Summe nicht aufbringen, das Geld durch Arbeitsleistungen ersetzen.
Einstimmig wird die Satzung angenommen. Zur Vorsitzenden des Fördervereins wird Antje Vetter gewählt, Detlef Richter bekommt das Vertrauen als Stellvertreter.

Wissenswert Infos zum Förderverein
Ansprechpartnerin für alle, die über den Förderverein mehr wissen oder ihn unterstützen möchten, ist Vereinsvorsitzende Antje Vetter in Dahme, Telefon 035451/1 89 11.