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Schellstraße soll verlegt werden
Grünes Licht für neuen Rewe

Für den neuen, größeren Rewe wird der ehemalige Netto (quer im Hintergrund) abgerissen, in den alten Rewe (vorn) sollen andere Angebote einziehen. Das gesamte Gelände einschließlich der Schellstraße, die derzeit noch zwischen den Marktgebäuden verläuft, wird dann Rewe-Fläche. Die Straße soll in dem Bereich umverlegt werden.
Für den neuen, größeren Rewe wird der ehemalige Netto (quer im Hintergrund) abgerissen, in den alten Rewe (vorn) sollen andere Angebote einziehen. Das gesamte Gelände einschließlich der Schellstraße, die derzeit noch zwischen den Marktgebäuden verläuft, wird dann Rewe-Fläche. Die Straße soll in dem Bereich umverlegt werden. FOTO: Carmen Berg / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Dahme . Die Rewe-Handelskette plant einen Neubau auf dem Gelände des bisherigen Einkaufszentrums an der Luckauer Straße. Bereits im März vergangenen Jahres stimmten die Stadtverordneten der Aufstellung eines Bebauungsplanes zu. Jetzt lag das Vorhaben erneut auf ihrem Tisch.

Grund dafür ist eine Änderung der Bezeichnung von „Rewe Luckauer Chaussee“ in „Einkaufszentrum Luckauer Straße“. An der Größe des geplanten neuen Marktes hat sich laut Bauamtsleiterin Christina Denkel nichts geändert. Allerdings einige Details bezüglich der Grenzen des Geltungsbereiches dieses Bebauungsplanes. Darin ist der zuvor enthaltene Teil des Parkplatzes am Schwimmbad jetzt nicht mehr Bestandteil der Planung. „Der Parkplatz am Freibad bleibt in der vorhanden Größe bestehen“, sagte Christina Denkel. Auch die Bushaltestelle bleibe am vorhandenen Ort.

Die Verlegung der Schellstraße auf den bisherigen kombinierten Rad- und Gehweg, der an der Kita „Zwergenland“ vorbei führt, sei aber notwendig, denn die zwei bisherigen Standorte – der ehemalige Plus-Markt und der aktuelle Rewe-Markt, werden mit dem Neubau zu einem Komplex zusammengeführt.

Zudem ragt der Baukörper des neuen Rewe-Marktes in die Schellstraße hinein. Diese soll wie bisher als Zufahrt zu den Parkplätzen auf dem Gelände dienen, wäre dann aber keine öffentliche Straße mehr. Deshalb müsse sie umverlegt werden, wie die Bauamtsleiterin erläuterte. Ob es eine Beeinträchtigung der Kita durch diesen neuen Straßenverlauf unmittelbar an der Einrichtung geben werde, wollte Manfred Schmiedchen (WGDa) wissen. „Wir wollen im Vorfeld mit den Planern alles genauestens abstimmen, was wie gemacht werden kann“, gab Christina Denkel Auskunft. Sie rechnet damit, dass der Bebauungsplan in der nächsten Stadtverordnetensitzung vorgelegt und dann auch zur Bürgerbeteiligung öffentlich ausgelegt werden kann.

Die Rewe-Handelskette plant das Projekt in der Luckauer Straße in Dahme seit dem vergangenen Jahr. Der neue Markt soll ähnlich groß werden, wie der in Golßen und auf dem Areal des früheren Plus-Marktes errichtet werden. Das leer stehende Gebäude wird abgerissen.

Der in den 1990er-Jahren errichtete und noch immer genutzte Rewe-Markt entspricht laut Beschlussvorlage nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen modernen Einkaufsmarkt für Waren des täglichen Bedarfs. Breitere Gänge, großzügigere Warenpräsentation und niedrigere Regalhöhen sollen das Einkaufen angenehmer machen, insbesondere auch für die älter werdende Bevölkerung. Zudem erforderten gesetzliche Vorgaben zusätzlichen Platz für die Rückgabe von Verpackungen sowie Pfandflaschen aus Kunststoff.

In den jetzigen Rewe-Markt sollen nach Eröffnung des Neubaus ergänzende Handelsangebote, beispielsweise Drogerieartikel, Textilien, Schuhe und Ähnliches einziehen. „Dafür wird das Gebäude verkleinert, entsprechend den vorhandenen Interessenten“, erläuterte die Bauamtsleiterin.

Wenn alles planmäßig läuft, könnte mit dem Bau im Frühjahr kommenden Jahres begonnen werden, ergänzte Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos). Einstimmig gaben die Stadtverordneten für die Aufstellung des Bebauungsplanes grünes Licht.