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| 02:42 Uhr

Großzügig und farbenfroh für 60 Kinder

Mit einem kleinen Programm begrüßten die Kinder ihre Gäste im runden Mehrzweckraum der neuen Kita "Zwergenland" in Kasel-Golzig.
Mit einem kleinen Programm begrüßten die Kinder ihre Gäste im runden Mehrzweckraum der neuen Kita "Zwergenland" in Kasel-Golzig. FOTO: Birgit Keilbach/bkh1
Kasel-Golzig. Nach 14 Monaten Bauzeit ist am Dienstagnachmittag die Kita "Zwergenland" in Kasel-Golzig eingeweiht worden. Das neue Haus bietet Platz für bis zu 60 Kinder. Der moderne Neubau kostete 1,9 Millionen Euro. Birgit Keilbach / bkh1 bkh1

"Besucht uns mal im Kindergarten, da ist es wunderschön…", singen Justin, Emma, Henrik, Fabian, Helena, Nils, Larissa und die anderen Kinder. Ihrer fröhlichen Einladung zur Einweihung waren am Dienstagnachmittag viele Gäste gefolgt.

Im großen runden Mehrzweckraum lauschten sie dem Programm der Knirpse. Farbenfroh, hell, großzügig und angenehm schallgedämmt blieb als erster Eindruck haften. Dieser verstärkte sich beim Rundgang durch den in einem sanften Bogen angelegten Neubau. Rot, Orange, Gelb, Blau, Grün - in den Farben des Regenbogens erstrahlen Gruppenräume, Sanitäreinrichtungen, Küche, Personalräume und Flure. "Wir haben jetzt viel Platz, jede Menge Stauraum und sind sehr flexibel bei der Nutzung der Räume für Projekte", zählte Kita-Leiterin Carola Laqua einige Vorteile gegenüber der bisherigen Kita in einem ehemaligen Bürogebäude auf. Im Puppenraum und Bauraum können sich die Kindergartenkinder entfalten, neue Spielmaterialien inklusive. Die Regale dafür lassen sich je nach Projekt an andere Plätze rollen. Ein Hingucker für die Gäste waren große Legosteine, mit denen sich bereits die Jüngsten in den Krippenräumen ausprobieren können.

Auch der durchgehende Flur lässt sich fürs Spielen nutzen, die Fußbodenheizung sorgt überall für angenehmes Raumklima. Von den Gruppenräumen gelangen die Kinder jetzt direkt auf ihren Spielplatz an der Südseite des Gebäudes. Keine Straße ist mehr zu überqueren, wie es bisher der Fall war. Mit Klettergerüst, Rodelberg mit Rutsche, Sandspielplatz, Doppelschaukel und einem ebenerdigen Trampolin ist er vor allem auf die Bedürfnisse der kleineren Kinder zugeschnitten. Die passende Ergänzung für die älteren Kinder bietet der öffentliche Spielplatz der Gemeinde mit Zauberschloss, Baumhaus, Seilbahn und Schaukeln. Er ist jetzt nur noch einen Katzensprung von der Kita entfernt.

Diese Nähe spielte bei der Standortwahl für die neue Kita eine große Rolle, brachte laut Amtsdirektor Jens-Herrmann Kleine (CDU) zugleich viele Herausforderungen mit sich, insbesondere aus bauaufsichtsrechtlicher Sicht. "Die Belange von Denkmalschutz und Naturschutz standen sich diametral gegenüber", sagte der Amtsdirektor. Ingo Handschick vom Bauordnungsamt des Landkreises Dahme-Spreewald habe die Positionen abgewogen und eine Entscheidung getroffen. "Er hätte das auch aussitzen können, aber er hat Mut bewiesen und gehandelt", lobte Kleine.

Zudem hätten während der gesamten Bauzeit Kasel-Golzigs Bürgermeister Fritz Mann und Gemeindevertreter Werner Ehrlich (beide FWG Kasel-Golzig) die Baustelle stets im Auge gehabt. "Ohne diese ständige Beobachtung des Baugeschehens wäre uns als Verwaltung manches schwerer gefallen", würdigte er den Einsatz der zwei Ehrenamtlichen. Was den Einsatz aller anderen am Projekt Beteiligten jedoch nicht schmälere. Denn realisiert werden konnte das Vorhaben zum vorgegebenen Einzugstermin im Dezember 2015 nur, weil alle an einem Strang gezogen hätten, Gemeindevertreter, Amtsausschuss, Verwaltung, Bauplanung, die ausführenden Firmen sowie die Kita-Mitarbeiterinnen. "Zukunft kann man bauen", ist Kleine überzeugt. Der Neubau in Kasel-Golzig sei wie dessen Vorgänger in Schlepzig und der zeitgleich errichtete in Rietzneuendorf Beweis dafür. LDS-Sozial-und Bildungsdezernent Carsten Saß (CDU) freute sich darüber, dass im neuen, fusionierten Amt Unterspreewald "eine große Geschlossenheit herrscht und die Priorität jetzt bei den Kitas liegt". Es erfordere schon Mut, entgegen den Statistiken der Demografieforscher in die Zukunft zu investieren. Bürger träfen ihre Wohnortwahl nicht nach Statistiken, sondern entsprechend der Bedingungen, die sie vorfinden. Und mit neuem Einkaufsmarkt, Schulen und Kitas sei das Amt Unterspreewald bestens auf die Zukunft vorbereitet, resümierte Saß.

Zum Thema:
1,9 Millionen Euro hat der Bau gekostet. 238 350 Euro flossen als Fördermittel aus dem Programm Kinderbetreuungsfinanzierung für unter Dreijährige. Innerhalb von 14 Monaten habe der Amtsausschuss insgesamt 27 Baulose vergeben, zählte der Vorsitzende Roland Gefreiter auf. Insgesamt 60 Kinder vom Krippen- bis zur Hortalter können im Neubau betreut werden. Eine Erweiterung um 20 Plätze im Vergleich zur bisherigen Kita. 39 Kinder besuchen die Einrichtung zurzeit. Sie werden von fünf Erzieherinnen betreut. bkh1