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| 17:23 Uhr

Luckau
Großer Zulauf beim IFA-Treffen in Luckau

Mehr als 160 Fahrzeuge starteten beim ersten regionalen IFA-Treffen zur großen Ausfahrt nach Fürstlich Drehna.
Mehr als 160 Fahrzeuge starteten beim ersten regionalen IFA-Treffen zur großen Ausfahrt nach Fürstlich Drehna. FOTO: Birgit Keilbach
Luckau. Mehr als 160 Fahrzeuge aus der Region präsentierten sich auf dem Marktplatz. Von Birgit Keilbach

Die Idee vom ersten regionalen IFA-Treffen auf dem Luckauer Marktplatz hat gezündet. Mehr als 160 stolze Besitzer eines der zahlreichen Fahrzeuge aus dem Industrieverband Fahrzeugbau (IFA) der DDR kamen am Sonntag, um zu gucken, zu fachsimpeln und die gemeinsame Ausfahrt nach Fürstlich Drehna zu erleben.

Die Leidenschaft für Schwalbe, Spatz, Star, Habicht, S 50, S 51, AWO, MZ, aber auch Trabbi, Wartburg, Barkas und Robur  verbindet alle Altersgruppen. „Ich habe so darauf hingefiebert, dass ich endlich 16 werde und mit dem Moped zur Schule fahren kann“, erzählt Tobias Schulz. Genau so haben es auch Ronny Kläge, Mathias Zielke und Christopher Walter erlebt. Die vier von den „Luckauer Jungs“ sitzen am Bürgersteig, während die Zwei- und Vierräder zur Ausfahrt nach Fürstlich Drehna starten. Zu Hause hat jeder von ihnen selbst ein Nostalgie-Moped stehen, einen S 50, S 51, eine Schwalbe und einen Simson SR2, kurz Esser genannt.

Wir haben heute Modelle entdeckt, die sind richtige Raritäten, die bekommt man sonst nicht zu sehen“, resümiert Ronny Kläge.

Auch für Ältere ist das Schrauben eine große Leidenschaft. Rainer Pickhardt rollte aus Schwarzheide mit seiner MZ ES 250, Baujahr 1959, nach Luckau. „Die Idee von den jungen Leuten ist super“, sagt der 75-Jährige. Dem können Peter und Cornelia Höhno nur zustimmen. Das von historischen Zweirädern begeisterte Paar hat eine grüne Schwalbe auf den Marktplatz mitgebracht. „Zu Hause haben wir mehrere AWOs mit und ohne Seitenwagen, einen K 50 und noch eine Schwalbe mit Handschaltung von 1964 stehen“, erzählt Peter Höhno.

Jennifer Emmig ist mit einem S 51 Enduro da. „Es macht einfach Spaß, so ein altes Moped zu fahren“, erklärt die Luckauerin ihre Begeisterung. Sie  hatten die Idee zum IFA-Treffen. „Beim Eis essen dachten wir uns, wie es wäre, wenn sich auf dem Markt mal alle treffen könnten, die Interesse haben“, erzählt Jennifer Emmig. Das war im Frühjahr. Die Idee machte die Runde, zog Kreise bis Baruth, Finsterwalde und Cottbus. Eine Whatsapp-Mopedgruppe wurde gegründet, „und dann wurden es immer mehr Leute.“

„Das Treffen hat unsere Erwartungen übertroffen und das Wetter seinen Teil dazu beigetragen“, resümiert Hannes Günther, der mit Stephan Heiden sowie Madlen und Florian Stirnal zum Organisatorenteam zählt.

Ihnen spricht Jutta Dzielak ein Lob aus. „Sie haben auch an viele kleine Dinge gedacht, eine Beschäftigung für die Kinder, Wassernäpfe für die Tiere, Wegweiser zu den Toiletten, und an die Feuerwehr zur Absicherung der Ausfahrt.“