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| 01:44 Uhr

Großer Traum vom Kino wird wahr

Freuen sich auf die Eröffnung, bei der Gratulanten ein Gläschen Sekt bekommen: (v.l.) Doris, Matthias, Manfred und Christian Hahn. Foto: M. Hecht
Freuen sich auf die Eröffnung, bei der Gratulanten ein Gläschen Sekt bekommen: (v.l.) Doris, Matthias, Manfred und Christian Hahn. Foto: M. Hecht FOTO: M. Hecht
Lübben. Die Lebensqualität in der Kreisstadt steigt in dieser Woche spürbar. Nach zweieinhalb Jahren Flimmer-Pause wird am heutigen Donnerstag das Kino in der Poststraße wiedereröffnet. Für die Betreiber-Familie um Manfred Hahn geht damit ein langgehegter Traum in Erfüllung. Von Mirjam Hecht

Seit mehr als 20 Jahren schon geistert dieser Wunsch nach diesem Kino im Kopf von Manfred Hahn herum. All die Jahre sei er „dran geblieben“ und habe gekämpft, erzählt der Besitzer der Lübbener Kinoklause. Wenn am Donnerstag der erste Film über die Leinwand flimmert, ist Hahn am Ziel. „Ein großer Traum hat sich erfüllt“, sagt der 69-Jährige.

Auch Ehefrau Doris ist mächtig stolz. „Für mich persönlich ist das ein Höhepunkt, ich krieg Gänsehaut, wenn ich daran denke“, freut sie sich über das Familien-Projekt.

Als sich Betreiber Cinestar Ende 2009 nach erheblichem Besucherschwund aus Lübben zurückgezogen hatte, schlug Familien-Oberhaupt Manfred Hahn zu. Für den Alt Zaucher war dabei schnell klar, dass ein Kino mit drei Sälen definitiv zu groß ist für eine kleine Stadt wie Lübben. Also wurde verkleinert. Ein Teil der einstigen Räumlichkeiten wurde an die Spreewaldbank nebenan verkauft, die dort jüngst ihr neues Kundenzentrum eröffnete. Für die „sehr gute“ und konfliktfreie Zusammenarbeit mit der Bank ist Manfred Hahn voll des Lobes.

Überhaupt wusste Familie Hahn während der fast zweijährigen Umbauarbeiten ein gutes Team hinter sich, ist den Bauplanungsbüros, sämtlichen Gewerken und auch der Stadt für die positive Unterstützung unendlich dankbar. „Mit Rat und Tat zur Seite stand mir auch stets mein Freund Horst Fiedler“, betont Manfred Hahn.

Auch Hahns Söhne Christian und Matthias hätten in den vergangenen zwei Jahren „geackert wie verrückt“, sagt er. Eigentlich Koch und Kellner, konnten sie bei Abriss und Umbau nun auch ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen, wie Manfred Hahn schmunzelnd erzählt. Viel von dem, was an Arbeiten nötig gewesen sei – von der Lüftungs- bis zur Heizungsanlage – sehe man leider gar nicht, erklärt der Senior. Fast 300 000 Euro seien in den Umbau jedoch investiert worden.

Offensichtlicher wird die Umgestaltung im Eingangsbereich. Das ehemals offene, recht kahl wirkende Foyer ist verkleinert worden. Wo einst der beinahe überdimensionierte Tresen stand, befindet sich nun zudem das neue Restaurant „Li-Li“, eine Reminiszenz an den Namen Liuba Lichtspiele, wie das Kino früher hieß, bevor es mehrfach umgebaut wurde. Der heute einzige Kinosaal im oberen Raum bietet rund 100 Besuchern Platz. Die Technik habe zum großen Teil übernommen werden können. Als Filmvorführer wird mit Helmut Witteck ein „alter Hase“ tätig. Insgesamt hat Manfred Hahn fünf neue Arbeitskräfte eingestellt. Zwei weitere könnten noch dazukommen. Nun jedoch ist der Senior erst einmal gespannt, wie sein großer Traum vom Kino in der Wirklichkeit Bestand hat.

Zum Thema:

ZUM THEMAUm 14 Uhr öffnen sich am heutigen Donnerstag, 13. Oktober, die Türen des Lübbener Kinos. Um 15 Uhr wird es mit dem Film „Die Schlümpfe“ erstmals nach zweieinhalb Jahren wieder bewegte Bilder in den Spreewald-Lichtspielen geben. Eine weitere Vorstellung ist für 17.30 Uhr geplant. Um 20 Uhr läuft „Männerherzen 2“ mit Til Schweiger.