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| 16:00 Uhr

Geschäftswelt
Groß und bunt: nicht alles erlaubt

Nicht alles, was die Blicke auf sich lenkt, ist in Schaufenstern der  Altstadt erlaubt. Darauf verweist die Bauverwaltung.
Nicht alles, was die Blicke auf sich lenkt, ist in Schaufenstern der Altstadt erlaubt. Darauf verweist die Bauverwaltung. FOTO: Carmen Berg / LR
Luckau. Händler in Luckau erhalten demnächst Info-Post aus dem Rathaus. Darin stehen Hinweise zur Gestaltung der Geschäfte.

Die Händler in der Altstadt kämpfen ums Überleben. Schon rund 20 Geschäfte in der Gartenstadt stehen leer. Schaufenster sind die Visitenkarten der Läden. Viele Geschäftsleute wollen mit phantasievollen Dekorationen bei den Kunden punkten. Den meisten gelinge das, erklärte Ilka Heinze von der Bauverwaltung vor dem Bau- und Wirtschaftsausschuss. Doch manch einer gehe im Bemühen, sich mit seiner Werbung vom Umfeld abzuheben, einen Tick zu weit.

Der Knackpunkt: Wie die Werbeanlagen insgesamt muss auch die Schaufenstergestaltung zur historischen Altstadt passen. Was erlaubt ist und was nicht, regelt der Paragraf 11 der Gestaltungssatzung. „Besonders im Stadtkern nehmen die Verstöße zu“, sagte Ilka Heinze. Doch will die Verwaltung nicht gleich die große Keule schwingen. Vielmehr sollen die Gewerbetreibenden demnächst Post aus dem Rathaus bekommen, in der die Sachlage zunächst erläutert wird, kündigt die Bauamtsmitarbeiterin an.

Was im historischen Stadtkern gar nicht geht: Vollflächige Verklebungen oder blinkende Effekte in Fenstern und Schaufenstern, nennt sie Beispiele. So dürfen der Gestaltungssatzung zufolge in Schaufenstern nur bis maximal 25 Prozent der Fensterfläche plakatiert werden, sofern die Inhalte im direkten Zusammenhang mit dem ansässigen Gewerbe stehen. Grelle Farben und glänzende Oberflächen sind unzulässig, heißt es im Paragraphen 11.

Wie Ilka Heinze erklärte, seien es vielfach nicht ortsansässige Betreiber, die dagegen verstoßen, während Geschäfte, die es seit Jahrzehnten in Luckau gibt, sich an die Vorgaben halten. Es sei nicht einsehbar, dass sie, weil sie die Geschäftskultur wahren, hinter den anderen zurückstehen, so die Verwaltungsfrau. Ausschuss-Vorsitzender Matthias Müller (CDU) regte an, den Schreiben an die Gewerbetreibenden den entsprechenden Auszug aus der Satzung beizufügen.