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| 01:00 Uhr

Graskarpfen sollen Teich in Schenkendorf vom Schilf befreien

Schenkendorf.. Die Gemeindevertreter von Steinreich wollen den Teich in Schenkendorf retten und dabei auf die Hilfe von Graskarpfen zurückgreifen. Die Fische gelten als gute Pflanzenfresser. Andreas Staindl


„Das Schilf wird zunehmend zum Problem, der Teich wächst zu“ , erklärte Bürgermeister Wolfgang Luplow (Freie Wählergemeinschaft) während der vergangenen Sitzung der Abgeordneten. „An einigen Stellen ist das Gewässer fast verlandet.“
Die kleine Wasserstelle in Ortsmitte ist ein Kleinod des Dorfes im Amt Golßener Land. 1990 und 1994 war der Teich laut Luplow schon zweimal ausgeschoben, gesäubert und vom Schilf befreit worden. „Für eine dritte Komplettreinigung habe ich keine Ambitionen mehr“ , sagte der Bürgermeister.
„Mir sträuben sich die Haare wenn ich sehe, dass der Teich schon zweimal picobello war, es aber Bürger gibt, die unbedingt wieder Schilf anpflanzen mussten“ , so Luplow. Unlängst sei sogar Schilf rausgerissen worden, um für Enten Platz zu schaffen. „Allerdings sind die Pflanzen in den Teich geworfen worden, was für noch mehr Schilf im nächsten Jahr sorgt“ , erläuterte Bürgermeister Luplow.
Trotz der „Unvernunft einiger Bürger“ sucht er nach einer Lösung. „Vielleicht würden Pflanzenfresser helfen„“ , so Luplows Überlegung. Deshalb hatte er zur Gemeinderatssitzung den Pächter des Teiches eingeladen. Nach dessen Angaben sind vor zwei Jahren bereits 28 Graskarpfen eingesetzt worden. „Doch die allein packen das Schilf nicht. Sinnvoller wäre es, die Pflanzen in kurzen Abständen mehrmals unter der Wasseroberfläche abzumähen, damit sie keinen Sauerstoff bekommen und nicht mehr wachsen können“ , rät der Pächter. Er befürchtet allerdings, dass „wohl zehn Mal im Jahr gemäht werden müsste. Wer soll das bezahlen““
Bürgermeister Luplow will nun bei einem Fischer nachfragen, ob Mähen sinnvoll und bezahlbar ist.