ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:30 Uhr

Neue Bürgermeisterin für die Stadt Golßen
Golßen wieder mehr beleben

  Daniela Maurer.
Daniela Maurer. FOTO: Bartkowiak / Mario Bartkowiak
Golßens neuer Bürgermeisterin stehen in der Legislaturperiode große Herausforderungen bevor. Von Anja Brautschek

In der Stadt ist sie kein neues Gesicht, am Rathaustisch schon: Daniela Maurer (SPD) ist die neue Bürgermeisterin der Stadt Golßen. Bei der Stichwahl am 16. Juni hat sie sich mit 58,1 Prozent der Stimmen gegen Mitbewerber Vincent Fuchs (AfD) durchgesetzt. Nach dem Wahlkampf geht es nun mit Vollgas weiter. Daniela Maurer will gemeinsam mit der Stadtverordnetenversammlung und der Verwaltung in der Legislaturperiode einige große Brocken angehen.

„Vor allem der Leerstand bewegt mich sehr. Ich möchte versuchen, die Innenstand wieder etwas mehr zu beleben“, erklärt sie. Eine Herausforderung, die nicht von heute auf morgen gemeistert werden kann. „Aber ich möchte das vorbereiten.“ Dazu soll zunächst eine Bestandsaufnahme der leer stehenden Geschäftsräume zusammengetragen und Kontakte mit den Hauseigentümern aufgenommen werden. Erst mit so einem Gesamtüberblick können weitere mögliche Strategien entwickelt werden.

 Vor allem Themen wie die Belebung der Innenstadt, die Zukunft der Grundschule oder die Schlosssanierung will Danila Maurer als neue Bürgermeisterin von Golßen gemeinsam mit dem Stadtparlament und der Verwaltung angehen.
Vor allem Themen wie die Belebung der Innenstadt, die Zukunft der Grundschule oder die Schlosssanierung will Danila Maurer als neue Bürgermeisterin von Golßen gemeinsam mit dem Stadtparlament und der Verwaltung angehen. FOTO: LR / Anja Brautschek

Auch das Thema Grundschule bewegt die Golßener sehr. Die Einrichtung stößt an ihre Kapazitätsgrenzen und muss weiter saniert werden. Auch die Schaffung des barrierefreien Zugangs steht in den Startlöchern. „Mit der Schule wird es eine gute Zusammenarbeit geben“, ist Daniela Maurer überzeugt. Sie selbst ist seit einiger Zeit Patin von zwei Schulklassen, kennt daher die Nöte und Probleme der Einrichtung. Bereits vor der Kommunalwahl hat sie Kontakt zur Schule aufgenommen und sich einen Überblick über den Sanierungsstand in der oberen Etage des Schulgebäudes verschafft. Außerdem gebe es erste Gespräche, ob die Grundschule, aber auch Kitas und der Hort am Schulobstprogramm des Landes Brandenburg teilnehmen können und wollen, um den Fokus noch stärker auf Themen wie gesunde Ernährung und Landwirtschaft zu legen.

In den kommenden Jahren weiter beschäftigen wird Stadtverordnete und Verwaltung auch die Sanierung des Schlosses. Es sind Finanzierungsfragen zu klären und weitere Hürden zu überwinden. Doch die soziale Nutzung des Gebäudes sowie Pläne zum künftigen Aussehen des Ensembles stehen schon jetzt fest. Mit Wolfgang Luplow, Geschäftsführer des Awo Regionalverbandes Brandenburg Süd, hat die neue Bürgermeisterin ebenfalls bereits erste Kontakte geknüpft. Die Arbeiterwohlfahrt will in den historischen Mauern künftig Wohn- und Serviceangebote für pflegebedürftige Menschen geben. Ein entsprechender Vorvertrag mit der Stadt ist bereits abgeschlossen. „Wir werden uns unter anderem damit auseinandersetzen, wie auch Kultur oder weitere Ideen zusätzlich dort eingebracht werden können“, sagt sie. Mit der Sanierung des Marstalles, die voraussichtlich noch in diesem Jahr beginnen soll, wird bereits ein weiterer großer Schritt zur Belebung des Schlossensembles getan.

„Wir wollen uns aber nicht nur auf die großen Brocken wie das Schloss stürzen. Auch die Ortsteile dürfen nicht vergessen werden“, sagt Daniela Maurer. Jeden Dienstag steht sie bei einer Bürgermeister-Sprechstunde für Fragen, Sorgen und Anregungen zur Verfügung. Erstmals öffnet sie das Bürgermeister-Büro am Markt in der kommenden Woche jeweils von 16 bis 18 Uhr.

Viel Zeit zum Durchatmen wird es für Daniela Maurer künftig wohl nicht geben. Sie betont, auch die Geschicke ihres Unternehmens „Leben pflegen“ weiter zu lenken und für die 50 Mitarbeiter, Angehörigen und Pflegebedürftigen der Tagespflege, des ambulanten Pflegedienstes oder der Wohngemeinschaften auch künftig Ansprechpartner zu sein. „Ich will und werde das Unternehmen nicht vernachlässigen“, beteuert sie. Unterstützung bekommt sie dabei unter anderem aus der Familie. Ihr ältester Sohn Josua Maurer wird den Familienbetrieb künftig unterstützen.