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| 17:18 Uhr

Golßener stimmen Ämter-Ehe mit dem Unterspreewald zu

Golßen. Mit zwei Gegenstimmen haben die Golßener Stadtverordneten mehrheitlich dem Ehevertrag der Ämter Golßener Land und Unterspreewald zugestimmt. Die Fusion ist für den Beginn nächsten Jahres geplant. be

Hauptdiskussionspunkt im Vorfeld sei die auf Bestreben des Innenministeriums erfolgte Absichtserklärung in der Präambel des Vertrages gewesen, bis 2019 die Zahl der amtsangehörigen Gemeinden von zehn auf acht zu reduzieren, so Bürgermeister Lars Kolan (SPD). Er beruhigte jedoch, laut Innenminister Dietmar Woidke (SPD) soll an den aktuellen zehn Gemeinden die Fusion nicht scheitern. Das Weitere werde sich zeigen. "Ich gehe davon aus, dass es bis 2019 generell zu weiteren Zusammenlegungen kommen muss", so Lars Kolan.

Der fraktionslose Abgeordneten Reinhard Knöfel sah die Ämter-Ehe skeptisch. "Es gibt noch keine Verpflichtung vom Land. Trotz der 500 000 Euro Heiratsprämie ist es für mich noch nicht notwendig, diesen Schritt zu gehen", sagte er. Lars Kolan entgegnete, die freiwillige Ehe sei eine Chance, sich den Partner auszusuchen. "Wir wollten nicht irgendwo hingeschubst werden. Golßen zu Luckau und der Unterspreewald zu Lübben. Durch die jetzige Verbindung können wir ein Amt bleiben, in dem die Gemeinden selbstständig über ihre Haushalte entscheiden."