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| 02:47 Uhr

Golßener Rassegeflügelzüchter begehen 60. Vereinsjubiläum

Für seine 32-jährige Tätigkeit als Vereinsvorsitzender der Golßener Rassegeflügelzüchter erhielt Rudi Peisker (l.) eine Anerkennung vom Landesverbandsvorsitzenden Rolf Graf.
Für seine 32-jährige Tätigkeit als Vereinsvorsitzender der Golßener Rassegeflügelzüchter erhielt Rudi Peisker (l.) eine Anerkennung vom Landesverbandsvorsitzenden Rolf Graf. FOTO: Keilbach/bkh1
Luckau. "Die Aufzucht der Tiere zu verfolgen, ist immer wieder spannend. Und wenn eins davon bei einer Ausstellung einen Preis gewinnt, ist das ein schöner Lohn für die ganze Mühe", beschreibt Herbert Müller, was Geflügelzüchter an ihrem Hobby fasziniert. B. Keilbach/bkh1

Der 91-Jährige hat den Rassegeflügelzuchtverein Golßen vor 60 Jahren mit aus der Taufe gehoben. Seit 32 Jahren lenkt Rudi Peisker die Geschicke des Vereins. Er blickte am Samstagabend auf dessen Entwicklung zurück.

Elf Züchter gründeten am 8. Mai 1954 eine gemischte Sparte des damaligen Kleintierzüchterverbandes. Die zwei Kaninchenzüchter traten im Jahr darauf jedoch wieder aus. Mit der Anschaffung geeigneter Tiere, gezielter züchterischer Arbeit, thematischen Vorträgen und dem regelmäßigen Ausrichten von Schauen auf Kreisebene stellten sich auch Erfolge ein. Die 1966 gegründete Jugendgruppe leitete Herbert Müller an. 1967 zählte der Verein 45 Mitglieder, von denen sich jedoch nicht alle züchterisch betätigten, wie Rudi Peisker differenzierte.

Das 1984 erstmals organisierte Hähnewettkrähen ist bis heute fester Bestandteil der Vereinsarbeit. Nach 1990 erfolgte die Neugründung als Rassegeflügelzuchtverein Golßen. 26 engagierte Züchter setzten die Arbeit erfolgreich fort, errangen mit ihren Tieren deutsche und internationale Titel.

Darunter Gerhard Sacher aus Waldow, dessen Kingtauben zweimal als Europameister gekürt wurden. Gemeinsam mit Manfred Becker und Detlef Richter wurde er dafür am Samstag mit der Ehrennadel des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter in Gold geehrt.

Landesverbandschef Rolf Graf würdigte die Arbeit der Golßener Züchter. "Sie ist nicht mehr das Hobby wie vor 30 Jahren, sie erfordert viel Engagement und züchterisches Können."

Zudem leisteten die Geflügelzüchter einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der Arten- und Rassenvielfalt, hob die stellvertretende Amtsdirektorin des Amtes Unterspreewald, Sigrid Schliebner, hervor.

"Ihr seid immer für uns da, ob Weihnachtsmarkt oder andere Höhepunkte in der Stadt", würdigte die stellvertretende Golßener Bürgermeisterin, Annett Schmidt, das Engagement des Vereins.