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| 02:51 Uhr

Golßener feiern mit Disney-Stars und Comic-Helden

Entsprechend kostümiert setzte die Garde "Alice im Wunderland" eindrucksvoll in Szene.
Entsprechend kostümiert setzte die Garde "Alice im Wunderland" eindrucksvoll in Szene. FOTO: Keilbach/bkh1
Golßen. 40 Jahre Golßener Carneval Club – das ist zwar kein karnevalistisches Jubiläum. Ein Grund zum Feiern ist es allemal. Wie es sich für ein derart gestandenes Narrenvolk gehört, haben die Akteure ihrem Publikum ein Programm geboten, das den Stimmungspegel auf dauerhaft hohem Niveau ausharren ließ. Drei Stunden lang erfüllten sie den Saal im Treffpunkt bei Aldin mit einer Show voller Esprit mit fließenden Übergängen zwischen Tanz, Sketch und pointiertem Wortwitz. Birgit Keilholz / bkh1

Kraftvoll überzeugend reißen sie schon mit ihrem Auftaktsong "Wir sind immer noch da" das Publikum aus der Zuschauer- in die Mitmach-Haltung. Diese darf es auch beibehalten, als Carola Guckel die Gäste des Lausitzer Karnevalverbandes sowie der Karnevalclubs, -vereine und -gesellschaften aus Grünewalde, Altdöbern, Döbern, Königs Wusterhausen und Cottbus begrüßt. "Nicht zögern - Altdöbern", "Hey-jo", "Helau" und "Kille-Kille" hallen die Schlachtrufe als vielstimmige Willkommensgrüße durch den Saal.

Nachdem auch das Prinzenpaar der 40. Session, Jacqueline I. und Marcel I., feierlich eingezogen sind, beginnt das Nonstop-Programm auf Bühne und Parkett. Sternchen- und Teeny-Garde sowie die Tanzmariechen begeistern während ihrer Auftritte mit ideenreichen Figuren und Bewegungsabläufen in teils atemberaubenden Tempo. Als Lisbeth und Martha thematisieren Silke Meinicke und Simone Scholz nicht nur erwartungsgemäß genüsslich Diäten, Ehe und Sex. Sie führen das Publikum während des Abends mit Witz, Charme und manch satirischem Seitenhieb durch das Programm. Getreu dem Motto "Disney-Stars und Comic-Helden beim GCC anmelden" erleben die Zuschauer dann Vater Abraham und zwei Schlümpfe, von denen einer die bekannte Flötenmelodie tatsächlich spielt. Auch Tom und Jerry stellen sich ein, und Fred Feuerstein fährt mit Freund Barney im selbst gebauten Fahrzeug durch den Saal. Torsten Scholz steht als Silberbräutigam in der Bütt und sorgt mit seinen aus dem Leben gegriffenen Betrachtungen über ein langes Eheleben für große Heiterkeit. Auch die Lausitzer Landeier alias Carola Guckel und Lars Kolan haben mit ihrem Dialog über Entbindungsschmerz, Wunderkuh und Hüftgold, das vom Duschen kommt, die Lacher auf ihrer Seite.

Tänzerische Höhepunkte bieten Annika Stahlberg und Sven Nachtigall mit ihrer Darbietung auf der Bühne. Michelle Schreier und Marvin Pietrzok setzen "Die Schöne und das Biest" in Szene. Turbulent geht es beim Sketch "Werner - das Fußballspiel" zu bis sowohl Dekoration als auch Akteure komplett auf der Bühne liegen.

Ganze Arbeit haben Choreografen, Kostümschneider und Maskenbildner auch für die getanzte Fassung von "Alice im Wunderland" sowie die Umsetzung des "Star Wars"-Themas durch Teeny-Garde und Garde geleistet. Fasziniert verfolgt das Publikum, wie sich die "Laserschwerter" im abgedunkelten Saal geschickt choreografisch einsetzen lassen. Das Männerballett bringt in seiner preisgekrönten Show Asterix, Obelix und den Kampf gegen die Römer effektvoll aufs Saalparkett.

Nicht nur das Stammpublikum, auch die Gäste aus dem Karnevalsverband waren begeistert. "Angenehm überrascht" war Jens Köhler, Sitzungspräsident der Karnevalsgesellschaft Königs Wusterhausen. "Das Niveau der Jugendgarde ist erstklassig, und die Tänze der Damen sind Spitzenklasse", schätzte er ein. Ein enormer personeller und finanzieller Aufwand stecke darin. Das ist laut Torsten Arlt, Präsident des Carnevals Clubs Grünewalde hoch anzuerkennen. "Vor allem die treffenden kabarettistischen Einlagen im Programm" gefielen ihm gut. "Eine gute Mischung von Tanz, Show, Büttenrede und Sketch auf hohem Niveau", urteilte Jürgen Holzer, Vizepräsident der Interessengemeinschaft Cottbuser Carneval.