Im Golßener Rathaus soll man sich endlich für einen Radweg stark machen, so der Vorwurf.
Hartmut Laubisch wehrte sich. „Seit etwa zwei Jahren trage ich auch für Zützen Verantwortung. Vorher war der Ortsteil rund zehn Jahre selbständig. Was ist denn da in Sachen Radweg passiert?“ , konterte der Bürgermeister. Golßen zumindest habe im Frühjahr dieses Jahres einen Antrag an das Brandenburgische Straßenbauamt gestellt (RUNDSCHAU berichtete). Der Bund ist als Baulastträger der B 96 zwischen Golßen und Zützen auch für den Bau eines Radweges entlang der Bundesstraße verantwortlich. Nach Ansicht von Laubisch habe Zützen Anfang der 90er Jahre den Radwegebau versäumt. „Damals wurde die Gasleitung auf der Trasse verlegt, und es war noch Geld vorhanden. Da hätte sich Zützen einklinken müssen“ , sagte er. Heute sei eine Realisierung schwieriger.
„Eine Verkehrszählung würde den Wunsch jedoch unterstützen“ , riet Laubisch. Das hätten die Prierower vor Jahren so gemacht und damit Erfolg gehabt.
„Eine Verkehrszählung ist Quatsch. Außerdem weiß man doch beim Straßenbauamt, wie stark der Verkehr bei uns rollt. Zudem sind unsere Einwohnerzahlen (rund 700 Red.) bekannt“ , ärgerte sich Hans-Christoph Läbe. Der Zützener Ortsbürgermeister sagte: „Ich kann nicht nachvollziehen, dass der viel kleinere Ort Prierow einen Radweg nach Golßen hat und wir nicht.“ Auch Prierow und Golßen werden durch eine Bundesstraße verbunden. Dieser Abschnitt ist etwas kürzer.
Lars Kolan ist verärgert über die Kritik. „Es hört sich immer so an, als ob nur die Zützener Interesse an einem Radweg haben. Doch die Golßener würden ebenfalls davon profitieren. Das sollten die Zützener schon wissen“ , betonte der stellvertretende Bürgermeister.