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| 02:47 Uhr

Golßen lehnt Windpark in Nachbargemeinde ab

FOTO: costi
Golßen. Im Baruther Stadtteil Groß Ziescht soll ein Windpark entstehen. Die Golßener Stadtverordneten befürchten, dass ihr Ortsteil Mahlsdorf davon zu stark beeinträchtigt würde und lehnen das Vorhaben ab. asd1

Die Stadt Golßen lehnt einen geplanten Windpark in Groß Ziescht ab. Das Votum der Stadtverordneten während ihrer jüngsten Sitzung war mehrheitlich. "Das Plangebiet hat sich in Richtung unseres Ortsteils Mahlsdorf verschoben", argumentiert beispielsweise Hartmut Laubisch (SPD). Golßens Bürgermeister lehnt das Vorhaben deshalb ab, wie er sagt. Auch Reinhard Knöfel (Die Linke) hat nicht zugestimmt. "Wenn wir den Ausbau von Windparks nicht stoppen, werden die Strompreise immer weiter steigen", begründet er seine Ablehnung. Vielmehr müsse die Speicherung von Strom vorangetrieben werden. Reinhard Knöfel lehnt weitere Windenergieanlagen generell ab, "weil sie die Energiepreise immer weiter nach oben schrauben. Ich möchte nicht der Schuldige an dieser Entwicklung sein." Den Windpark in Groß Ziescht verhindern wird das Votum der Stadtverordneten allein kaum.

Die Kommune im Unterspreewald war lediglich zu einer Stellungnahme zum Entwurf des Bebauungsplans "Windpark Groß Ziescht" aufgefordert. Sie ist mit ihrem Ortsteil Mahlsdorf allerdings direkt betroffen. 27 Windräder sollen in der Gemarkung des benachbarten Ortsteils Groß Ziescht errichtet werden. Dem Vorentwurf des Bebauungsplans hatte die Stadt Golßen im vergangenen Jahr noch zugestimmt. Die Verwaltung der Kommune im Unterspreewald hatte jetzt empfohlen, auch dem Entwurf des Bebauungsplans zuzustimmen. Dem folgten die Stadtverordneten nicht.