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| 18:00 Uhr

Neues Konzept für Stadthaushalt denkbar
Golßen erwägt einen Doppelhaushalt

Wird es künftig einen Doppelhaushalt in Golßen geben? Dasrüber sollen die Stadtverordneten diskutieren.
Wird es künftig einen Doppelhaushalt in Golßen geben? Dasrüber sollen die Stadtverordneten diskutieren. FOTO: fotolia / aytuncoylum
Golßen. Stadtverordnetenversammlung will über den Vorschlag von Bürgermeister Hartmut Laubisch diskutieren.

Wenn es nach Bürgermeister Hartmut Laubisch (SPD) geht, dann könnte es demnächst in der Stadtverwaltung einen großen Umschwung in Bezug auf die Haushaltsführung geben. Einen entsprechenden Vorschlag diskutierte er kürzlich mit den Mitgliedern des Hauptauschusses. Demnach brachte er für die Stadt Golßen einen möglichen Doppelhaushalt ins Spiel.

„Damit hätten wir mehr Handlungsspielraum und wären besser in der Lage, Ausschreibungen zu tätigen“, begründet er die Idee. Aufgrund der aktuellen Situation im Bauwesen falle es der Stadt immer schwerer, geeignete Angebote für Ausschreibungen zu bekommen. Wird der Jahreshaushalt erst am Jahresanfang aufgestellt, so verzögern sich dementsprechend auch notwendige Ausschreibungen. Angebote gebe es deshalb nur wenige und die übersteigen oft das Budget, so Laubisch. Aus diesem Grund gibt er den Doppelhaushalt zu bedenken. „Die Erfahrungen des Landkreises zeigen, dass das Vorteile hat“, sagt er. Auch Hauptausschuss-Mitglied Gerd Pietrzok (SPD) sieht darin Vorteile für die Stadt. „Viele Firmen suchen vor allem zum Jahresende beziehungsweise Jahresanfang nach Aufträgen für das ganze Jahr. Mit einem Doppelhaushalt hätten wir bessere Karten“, stimmt er den Ausführungen Hartmut Laubischs zu. Amtdirektor Henri Urchs ergänzt: „Für das kommende Jahr würde das ausnahmsweise Sinn machen, wenn sich die Sanierung von Schloss und Marstall realisieren ließe.“

Beide Gebäude sind stark sanierungsbedürftig und sollen für soziale Zwecke umgebaut werden. Ein Großrojekt, dass voraussichtlich nicht in einem Jahr abgeschlossen werden kann. Mit einem Doppelhaushalt könnten die verschiedenen Bauabschnitte nach und nach abgearbeitet werden – auch wenn sie ins darauffolgende Jahr fallen – so der Amtsdirektor.

Gleichzeitg führt er jedoch auch Nachteile an. Gibt es Änderungen des bereits beschlossenen Haushaltes, so muss ein Nachtragshaushalt zusätzlich aufgestellt werden. Dafür sei ein Zusammenwirken aller Ämter notwendig, gibt Kämmerin Sieglinde Standfuß zu bedenken. Auch die Amtsumlage müsse bei der Entscheidung bedacht werden.

Das Amt Unterspreewald stellt derzeit keinen Doppelhaushalt auf. Seinen Vorschlag will Hartmut Laubisch auch in die Stadtverordnetenversammlung am heutigen Montag einbringen.