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| 01:38 Uhr

Golßen erhält Geld aus Kreisstrukturfonds

Golßen.. Das Amt Golßener Land kann mit der Umgestaltung der ehemaligen Golßener Grundschule zum „Haus des Kindes“ doch noch in diesem Jahr beginnen. Es erhält kurzfristig Fördergeld aus dem Kreisstrukturfonds dieses Jahres. Tilo Winkler

Das Amt könne mit gut 100 000 Euro rechnen, erklärte Landrat Martin Wille (SPD) während der Sitzung des Kreistages Dahme-Spreewald.

Kein Geld für Uckley
Golßen profitiert dabei von einem Rückzieher in Königs Wusterhausen. Die Stadt hatte 365 000 Euro für die Modernisierung der Sport- und Beherbergungsanlagen in Uckley beantragt. An eine Auszahlung waren jedoch Bedingungen geknüpft. Das Geld wäre nur dann nach Uckley geflossen, wenn KW bis 1. November nachweislich Eigentümer der Immobilie geworden wäre und der Bund wie angekündigt Fördermittel in Höhe von einer Million Euro beigesteuert hätte. Der Bürgermeister von KW habe erklärt, dass die Bedingungen gegenwärtig nicht erfüllt werden könnten, erläuterte Landrat Wille. Deswegen würden wie beschlossen die Mittel an jene Kommunen verteilt, die vorsorglich auf eine Reserveliste gesetzt worden waren. Demnach erhält Zeuthen für die Sanierung des Jugendhauses wie beantragt 264 000 Euro und Golßen die restlichen 101 000 Euro.
Für das „Haus des Kindes“ hatte das Amt Golßener Land insgesamt 240 000 Euro beantragt. 80 000 Euro soll der Eigenanteil betragen. An diesem Standort will das Amt Kita und Hort zusammenfassen.
In Golßen wird die Neuigkeit mit Freude aufgenommen: „Die Umgestaltung kann in Schritten passieren.“ Deswegen sei bereits ein Teil der beantragten Summe eine große Hilfe, sagte Kämmerin Sigrid Schliebner. „Wir hoffen aber, dass wir das fehlende Geld im nächsten Jahr erhalten.“ Ein Antrag auf Mittel aus dem Kreisstrukturfonds 2008 sei bereits gestellt worden, so Schliebner.

Weitere Förderung 2008
Dass die Golßener Hoffnung durchaus berechtigt ist, deutete Landrat Wille an. Die jetzt noch offenen 130 000 Euro müssten „im Jahr 2008 entsprechend geregelt“ werden. Auf die bereits vom Kreis beschlossene Neuauflage des Fonds in Höhe von unverändert 1,4 Millionen Euro vertröstete Wille auch die KWer Kommunalpolitiker: „Einen erneuten Anlauf für Uckley im nächsten Jahr würden wir wohlwollend prüfen.“
Der Landrat verteidigte die Mittelvergabe nach Zeuthen vor Kritik aus den Reihen von Linkspartei und Grünen. „Es ist durchaus erstrebenswert, dass das Geld nicht ausschließlich in den Süden des Kreises fließt.“ Die S-Bahn-Gemeinde zähle zwar nicht zu den strukturschwachen. Aber das Projekt sei inhaltlich gut. „Ich trage es auch persönlich mit“ , so Wille.