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| 01:38 Uhr

Görlsdorfer gehörte zum „schweigenden Klassenzimmer“

Görlsdorf.. Es sollte eine Schweigeminute sein, wurde aber ein politischer Skandal. 15 Schüler einer Abiturklasse in Storkow gedenken mit einer Schweigeminute einem Opfer des Aufstands in Ungarn. Sie werden verhört, doch keiner verrät den anderen.

Die Abiturienten fliehen schließlich gemeinsam nach Westberlin. Dietrich Garstka war einer der Schüler. Er hat die Erlebnisse aus dem Jahr 1956 aufgeschrieben. "Das schweigende Klassenzimmer" heißt sein Buch, das er am 29. Juli ab 19 Uhr in der "Bowlingbahn" in Görlsdorf vorstellt.
"Ein sehr spannendes Thema, das sicherlich viele Leute interessiert", sagt Carola Kölling. Die Görlsdorferin ist eine der Initiatorinnen der Buchlesung. Garstka erinnert mit seinem Buch daran, wie die Abiturklasse dem Druck des SED-Regimes widerstand. Sein Werk sei eine wahre Geschichte über Mut, Zusammenhalt und den Kalten Krieg - ein dramatischer Bericht über die Wirklichkeit in der DDR, so Carola Kölling.
Es gibt weitere Zeitzeugen. Der Görlsdorfer Karsten Köhler ist einer von ihnen. Wie Carola Kölling sagt, war er einer der Schüler der Abiturklasse in Storkow und werde während der Buchlesung in Görlsdorf dabei sein. (as)