ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:23 Uhr

Weg der Störche
Brandenburger Storch in Gießmannsdorf

Der Ring des Gießmannsdorfer Storches (r.) konnte entziffert werden.
Der Ring des Gießmannsdorfer Storches (r.) konnte entziffert werden. FOTO: Uwe Vogt
Gießmannsdorf. Herkunft wurde durch Beringung ermittelt. Seit 2016 nistet er im Luckauer Ortsteil. Von Anja Brautschek

Auch wenn Störche häufig tausende Kilometer zu ihren Winterquartieren in Afrika zurücklegen, so ist zumindest ein Storch in Gießmannsdorf dennoch in Brandenburg heimisch. Einen entsprechenden Nachweis hat die Storchenexpertin Katharina Illig kürzlich von der Beringungszentrale Hiddensee bekommen.

Anhand eines Fotos gelang es, die Kennziffer des Ringes zu entziffern. Dies ermöglicht es, einen Teil des Storchenlebens nachzuvollziehen. Demnach wurde einer der Gießmannsdorfer Störche vor neun Jahren in Rechlin (Ostprignitz-Ruppin) geboren. Damit ist er der Brandenburger Heimat treu geblieben. Nur 131 Kilometer von seinem Beringungsort entfernt scheint er eine neue Heimat gefunden zu haben.

Mehr als fünf Jahre lang war es ruhig um den Storch. Erst 2015 wurde er wieder in Freesdorf gesichtet. Im Jahr darauf hat er sich erstmals im Horst in Gießmannsdorf niedergelassen. Seitdem nistet er dort durchgängig.

Das Geschlecht des Tieres konnte nicht ermittelt werden, allerdings hat der Storch noch zwei weitere Geschwister, die ebenfalls in Rechlin beringt wurden.

In Gießmannsdorf konnte der Weißstorch mit seinem Partner im vergangenen Jahr einen, 2018 sogar drei Jungstörche aufziehen. Nun bleibt abzuwarten, ob der Storch nach dem Winter auch im kommenden Jahr wieder den Weg nach Gießmannsdorf findet.