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| 17:18 Uhr

Gießmannsdorf
Gießmannsdorf: Termin für Zone 30 angesetzt

Gießmannsdorf. Die Forderung besteht seit Jahren. Nun hat das Straßenverkehrsamt Dahme-Spreewald eingeladen. Von Ingvil Schirling

Die beißende Ironie konnte sich Uwe Vogt einfach nicht verkneifen. Der Gießmannsdorfer stand in der Einwohnerfragestunde des Kreistags vergangene Woche am Mikrofon und sagte: „Es gibt ein Jubiläum in Gießmannsdorf.“ Nach ersten Versuchen bereits 2015 sei die Unterschriftenaktion für eine Zone 30 entlang der Kurve an der B 96 innerorts in diesen Tagen genau ein Jahr alt. „Doch: Still ruht der See“, klagte Vogt, der bereits in der Dezember-Kreistagssitzung zum selben Thema nachgefragt hatte. Sein Ansinnen: „Wann erhalten die Gießmannsdorfer eine schriftliche Antwort auf ihren Antrag?“ Verfasst wurde er am 26. Februar 2017, abgegeben einen Tag später.

Die wiederholte Anfrage von Vogt im Kreistag hat nun offenbar etwas in Bewegung gebracht. Für Dienstagnachmittag, 20. Februar, hat das Straßenverkehrsamt des Landkreises Dahme-Spreewald einen Vor-Ort-Termin angesetzt. Unter anderem wird Chris Halecker (Die Linke) als Baudezernent dabei sein.

Der Antrag auf Geschwindigkeitsbegrenzung an der B96 auf 30 km/h betrifft den Abschnitt von der nördlichen Einfahrt über die Kreuzung zur Lindenallee bis zur Gaststätte. Die Gießmannsdorfer argumentieren, dass hier nicht rechtzeitig erkennbare Gefahren bestehen. Die Kurve lasse sich, das geht aus dem Antrag hervor, aus der westlichen Lindenallee nur etwa 20 bis 25 Meter einsehen. Bei einer Verkehrsmessung im Mai 2016 seien 85 Prozent aller Fahrzeuge zu schnell gewesen, und der Lkw-Verkehr habe sich seit 2010 um ein Drittel erhöht. Die Bundesstraße fungiert als Umleitung bei einer Sperrung der A13. Es gibt in der Kurve keinen Fußweg.

Die Gießmannsdorfer Unterzeichner der damaligen Unterschriftenaktion argumentieren, dass Pkw und Lkw bei einer Gefahrenbremsung einfach nicht mehr rechtzeitig zum Stehen kommen können, sollte dort ein Fußgänger die Straße überqueren, und plädieren unter anderem daher für Tempo 30.

Am 16. März 2017 hatte die Gießmannsdorfer Kita-Leitern aufgrund der neuen Gesetzeslage zu Tempo 30 vor Schulen, Kitas und Seniorenheimen einen Antrag auf Geschwindigkeitsbegrenzung gestellt. Vor Ort geklärt werden könnte nun, ob die neue Gesetzeslage auf die Kita zutrifft, die nicht direkt an der Bundesstraße liegt. Dazwischen befindet sich eine Busspur.