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| 16:39 Uhr

Gewinnspiel
Ein überraschender Anruf

 Mit strahlendem Gewinnerlächeln: Renate Waischus aus Luckau vor ihrem ehemaligen Zoogeschäft.
Mit strahlendem Gewinnerlächeln: Renate Waischus aus Luckau vor ihrem ehemaligen Zoogeschäft. FOTO: LR / Liesa Hellmann
Luckau. Renate Waischus aus Luckau liest seit 40 Jahren die RUNDSCHAU. Jetzt hat sie erstmals gewonnen.

Als eines Morgens das Telefon klingelte und sich am anderen Ende der Leitung die RUNDSCHAU meldete, dachte Renate Waischus zuerst, es handle sich um eine Meinungsumfrage. Umso überraschter war die Luckauerin, als sie von ihrem Gewinn in Höhe von 1000 Euro erfuhr. „Ich habe es gar nicht für möglich gehalten, zu gewinnen. Ich war total von den Socken und musste das erst einmal verdauen“, erzählt Renate Waischus lachend.

 Zwar hat die Rentnerin schon öfter ihr Glück bei Rätselgewinnspielen versucht, beim RUNDSCHAU-Kreuzworträtsel hat es aber zum ersten Mal geklappt. „Rätseln hat mir schon immer Spaß gemacht“, erzählt Renate Waischus. „Ich hätte mich genauso über 20 Euro gefreut.“ Schmunzelnd erzählt sie, dass sie auch ihren jüngsten Enkel bereits zum Kreuzworträtseln anleitet. Ihm verdankt sie in gewisser Weise auch ihren Gewinn: Ihr Enkel hatte, mit Hilfe seines Großvaters, das vorangegangene Rätsel gelöst, aber nicht bei der Gewinn-Hotline angerufen. Renate Waischus konnte nicht miträtseln und dachte sich bei der nicht genutzten Chance: „Jetzt erst recht!“ Zeit zum täglichen Raten findet sie erst seit dem Eintritt in den Ruhestand 2009. 41 Jahre lang hat Renate Waischus als Erzieherin in Kindertagesstätten in der Region gearbeitet. Zuletzt betreute sie Kinder in der Kita Sonnenblume in Luckau. „Bis zum letzten Tag bin ich gern zu den Kindern gegangen“, sagt sie. „Ich habe als Kind schon Jüngere betreut, deshalb war Erzieherin immer mein Traumberuf. Ich habe darin meine Erfüllung gefunden.“ Und das hat man ihr wohl angemerkt: Noch heute werde sie von Erwachsenen angesprochen, die sie einst als Kinder betreut hat, berichtet Renate Waischus.

Für die gebürtige Dahmenserin stand fest, dass sie auch nach dem Berufsleben nicht die Füße hochlegen würde. Einmal in der Woche leitet sie eine Kinderturngruppe für Drei- bis Sechsjährige an. „Sport hat mich immer am meisten interessiert“, berichtet sie, „und so lange die Gesundheit mitspielt, mache ich das noch.“ Zum Turnen hat Renate Waischus eine besondere Beziehung. Bis sie Dahme 1966 verließ, um für ihre Ausbildung nach Leipzig zu gehen, betrieb sie Geräteturnen. Als Jugendliche war sie deshalb fast jedes Wochenende bei Turnieren bis hin zur Bezirksmeisterschaft. „Ich habe das Turnen eher als Freizeitbeschäftigung gesehen, der Wettkampfcharakter war mir zu viel“, erinnert sie sich. Bei der Kinderturngruppe gehe es deshalb vorrangig darum, den Jüngsten Spaß an der Bewegung zu vermitteln, und nicht um Leistungssport. Renate Waischus ist dem Sport auch nach ihrer Rückkehr aus Leipzig treu geblieben. Einmal in der Woche turnt sie gemeinsam mit anderen Frauen in einer Frauensportgruppe – und das seit ungefähr 35 Jahren. Fit und beweglich bleiben ist ihr Ziel. Und es ist eine Möglichkeit zum Austausch mit anderen Frauen.

Diesen Aspekt schätzt sie auch an der Handarbeitsgruppe des Mehrgenerationenhauses in Luckau, an der sie seit zwei Jahren teilnimmt. „Das Stricken und Häkeln habe ich von meiner Mutter gelernt, aber ich lerne noch immer viel dazu, denn es gibt viele neue Techniken. Wir sind eine gemütliche Runde, jede lernt von den anderen“, berichtet Renate Waischus.

Neben diesen Aktivitäten vertritt sie einen Tag in der Woche ihre Tochter, die eine Kindertagesgruppe betreut. Renate Waischus ist also in ihrem Ruhestand gut ausgelastet, obwohl auch das Zoogeschäft, das sie mit ihrem Mann betrieb, mittlerweile stillgelegt ist. Zeit zum Lesen und Rätseln findet sie nun ausreichend. Seit über 40 Jahren liest sie bereits die RUNDSCHAU, die Rätsel hat sie immer gern gelöst. Wofür sie die gewonnenen 1000 Euro verwenden möchte, weiß Renate Waischus bereits: Das Geld kommt gelegen für den geplanten Sommerurlaub mit der Familie.