(abh) Historisch bedeutsame Orte in Luckau und den dazugehörenden Ortsteilen könnten zur anstehenden Kommunalwahl plakatfrei bleiben. Eine entsprechende Empfehlung hat der Ausschuss für Gewerbe, Tourismus und Stadtmarketing der Stadt Luckau in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Demnach sollen von der Plakatierungsberechtigung ausgeschlossen werden: der Luckauer Marktplatz mit seinen bedeutsamen Barockhäusern, der Platz rund um die Luckauer Nikolaikirche, das Schlossensemble in Fürstlich Drehna sowie die historischen Kirchen in den Ortsteilen, bei denen es sich durchweg um Einzeldenkmäler handele.

Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion Luckau Land/Grüne eingebracht. „Es ist der Versuch, das, was vorher bereits Konsens war, mit diesem Antrag wieder sicherzustellen“, erklärt Lothar Treder-Schmidt. Der Vorschlag hat im Gewerbeausschuss einstimmige Zustimmung gefunden.

Hintergrund des Antrages ist die Änderung des brandenburgischen Straßengesetzes. Dadurch wurde unter anderem auch die Plakatierung großzügig geregelt. Die in der Luckauer Sondernutzungssatzung definierten Ausnahmen entfallen damit. Allerdings können nach Paragraph 18, Absatz 3 des brandenburgischen Straßengesetzes Aushänge „nur zum Schutz von Orten von historisch herausragender überregionaler Bedeutung beschränken“. Ziel ist es dabei, die bauhistorische Ausstrahlung und die Ensemblewirkung bedeutsamer Objekte nicht zu beeinträchtigen.

Mit der Anpassung der Luckauer Sondersatzung sollen die bedeutsamen Monumente für die Stadt und das Umland genau definiert werden. Für „all diese hoch bedeutsamen Ensembles ist die ungestörte, unbeeinträchtigte öffentliche kulturhistorische und touristische Wahrnehmung zu sichern“, begründet Lothar-Treder-Schmidt den Antrag. Der Vorschlag soll in der kommenden Stadtverordnetenversammlung am 21. Februar diskutiert und darüber entschieden werden. Wird die Satzung dementsprechend geändert, so gelten die Vorschriften für alle Parteien, erklärt Ordnungsamtsleiter Thomas Schäfer.