Ein Schwerpunkt setzte sich mit dem Thema auseinander, wohin Fanatismus führen kann.

Im Alter von 16 Jahren wurde Günter Georgi zum Wehrdienst eingezogen, in Dänemark ausgebildet und erhielt seinen Einsatzbefehl, als die Rote Armee bereits vor den Toren Berlins stand. Später überwarf er sich mit der Stasi, wanderte für 100 Tage ins Gefängnis und flüchtete 1958 in den Westen. "Beim Lesen meiner 356 Seiten umfassenden Stasiakte musste ich traurige Entdeckungen machen. Ausgerechnet ein guter Kumpel, für den ich die Hand ins Feuer gelegt hätte, schwärzte mich bei den Funktionären an", so der Zeitzeuge, der am 6. November 89. Geburtstag feiert.