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Gertrud von Briesensee ist 80 – und kein bisschen leise

Kein bisschen ruhiger oder leiser sei sie – obwohl Gertrud Heider (Foto: fs) am Einheitstag ihren 80. Geburtstag mit vielen Freunden feierte und ihren Mitsteitern Heidi Palm und Rosa Zuck von der Domowina Spiel- und Trachtengruppe Briesensee das vor zehn Jahren versprochen hatte. dpr

Gertrud Heider lebt im (Un)Ruhestand und noch immer hält sie die Zügel in der Domowina-Ortsgruppe Briesensee fest in der Hand. "Gerti hat, auch mit 80, immer Recht", so Hansi Palm, der dies mi einem Lächeln sagt, "denn Gerti ist unser Sprachrohr. Sie hat ein unwahrscheinliches Durchsetzungsvermögen." Das brachte ihr, auch aufgrund ihres lebenslangen kommunalpolitischen Engagements, den Beinamen "Regine Hildebrand von Briesensee" ein. War die Staatswissenschaftlerin doch von 1965 bis 1990 ehrenamtliche Bürgermeisterin von Briesensee und auch nachdem ihr Geburtstag, der 3. Oktober, zum Feiertag, Tag der Deutschen Einheit, erklärt wurde, wie sie schmunzelnd sagt, setzte sie sich für die Belange des "zwangseingemeindeten Dorfes" ein. Dass sie auch mit 80 nicht rostet, dafür sorgen die Kinder, Enkel und Urenkel, die sie täglich zum Schulbesuch ans Niedersorbische Gymnasium nach Cottbus fährt. (fs)

Bdildhauerin Ilka Raupach behält das Spreewaldatelier, an dem sie in diesem Jahr erstmals teilnehmen durfte, in guter Erinnerung. Das schreibt sie in einer Dankes-Email an den Veranstalter, der Lübbenaubrücke. Wieder daheim in Caputh vermisse sie die tollen Arbeitsbedingungen in der Spreewaldstadt: "Jetzt möchte ich nur noch groß und in Eiche schnitzen. Aber leider habe ich kein Bauhofteam zur Hand, das mir im Handumdrehen Wünsche erfüllt."