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Generationentreff ist umgezogen

Adelheid Pomerenke überbringt Einrichtungsleiterin Marita Kabitschke (v.r.) gute Wünsche für die Arbeit am neuen Standort.
Adelheid Pomerenke überbringt Einrichtungsleiterin Marita Kabitschke (v.r.) gute Wünsche für die Arbeit am neuen Standort. FOTO: Berg
Luckau. Irgendwo summt kurz eine Bohrmaschine. Die Handarbeitsfrauen um Adelheid Pomerenke packen in dem gemütlichen Zimmer in der ersten Etage ihre Stricksachen aus. Carmen Berg

Erstmals trifft sich die Frauengruppe im neuen Domizil des Mehrgenerationenhauses an der Jahnstraße 8. Zu Monatsbeginn ist die Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes dorthin umgezogen, nachdem ihr alter Standort am Markt den Besitzer gewechselt hatte. Im neuen Haus haben die DRK-Sozialstation und die Tagespflege ihren Sitz. Sie rücken zusammen, um Platz für den Generationentreff zu schaffen. "Wir wurden hier ganz toll aufgenommen", sagt Einrichtungsleiterin Marita Kabitschke. Noch ist manches ein Provisorium. Zwei Büroräume stehen dem Treff in der ersten Etage zur Verfügung. Genutzt werden sie für die umfangreichen Beratungsangebote, vom Pflegestützpunkt über die Schuldner- und Mutter-Kind-Beratung bis zum Integrationsdienst. "Alle Beratungen, die es am Markt gab, sind an der Jahnstraße weiterhin abgesichert", sagt Marita Kabitschke. Im Endspurt ist der Umbau einer großzügigen neuen Küche. Das Märkische Bildungs- und Sozialwerk, zu dessen Arbeit mit Kindern auch die gemeinsame Zubereitung von Mahlzeiten gehört, verlagerte bis zur Fertigstellung demnächst seine Kinderbetreuung nach Lübben. Eine Seniorengruppe trifft sich vorübergehend bei einem Mitglied privat, bis ein Gemeinschaftsraum für rund 20 Personen im Erdgeschoss fertig ist. "Die Bauarbeiten haben sich etwas verzögert, doch wir erfahren von unseren Besuchern viel Verständnis", sagt die Einrichtungsleiterin. Die zahlreichen Stammnutzer und auch neue Gäste sollen von dem Provisorium möglichst wenig merken. "Das ist momentan eine logistische Herausforderung, die nur funktioniert, weil alle im Haus gut zusammenwirken", so die Chefin. Nach einer Dienstberatung heißt es im Tagungsraum im ersten Stock für die Mitarbeiter der Sozialstation, zügig die Sachen zu packen. Denn schon kurz darauf treffen sich an gleicher Stelle junge Mütter mit ihren Babys zur Krabbelgruppe.

Die Handarbeitsfrauen nutzen an diesem Nachmittag einen der Büroräume. Rings um den Tisch finden alle ausreichend Platz. "Es ist doch super hier, sehr schön", sagt Adelheid Pomerenke. Für manch eine sei der Weg jetzt weiter als zum alten Standort am Markt, andere hätten es dafür näher. Das sei kein Problem. Zum Einzug haben die Frauen Marita Kabitschke eine Blumenschale und eine Flasche Sekt mitgebracht. "Wir sind glücklich, dass wir hier sein können, das ganze Umfeld stimmt", sagt Adelheid Pomerenke.

Größere Veranstaltungen wie beispielsweise der traditionelle Tag der Altenpflege sowie auch die Deutschkurse für Flüchtlinge sollen an der Jahnstraße ebenfalls weiter stattfinden. Nicht mehr möglich seien private Feiern in den neuen Räumen, kündigt Marita Kabitschke an.

Sind die Bauarbeiten im Haus der Sozialstation demnächst abgeschlossen, geht es an den zweiten Bauabschnitt. Ein weiteres Gebäude direkt an der Jahnstraße, in dem früher die DRK-Kleiderkammer und Garagen untergebracht waren, wird für das Mehrgenerationenhaus umgestaltet. Drei neue Räume werden hergerichtet. Der Vorteil: Sie liegen dann alle ebenerdig, freut sich Marita Kabitschke.