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Generationenhaus ist gerettet

Vom Markt 32 zieht das Mehrgenerationenhaus ab Mai in ein Gebäude des DRK-Zentrums an der Luckauer Jahnstraße 8.
Vom Markt 32 zieht das Mehrgenerationenhaus ab Mai in ein Gebäude des DRK-Zentrums an der Luckauer Jahnstraße 8. FOTO: be
Luckau. Das Mehrgenerationenhaus des Deutschen Roten Kreuzes in Luckau ist gerettet. Es zieht zum 1. Carmen Berg

Mai ins DRK-Zentrum an der Jahnstraße 8, wo bereits die Tagespflege und der ambulante Pflegedienst ihren Sitz haben. Demnächst beginnen dort Umbau- und Renovierungsarbeiten, finanziert vom DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald.

Im vergangenen September waren dem Generationentreff seine Räume Am Markt 32 nach einem Eigentümerwechsel gekündigt worden. Die Nachricht hatte in der Stadt für Verunsicherung gesorgt. Würde sich für die große Einrichtung, die im Vorjahr knapp 10 000 Besucher zählte, eine Alternative finden? Im Mehrgenerationenhaus sind verschiedene Beratungs- und soziale Dienste angesiedelt, Senioren lernen hier den Umgang mit dem Computer, junge Mütter treffen sich zum Erfahrungsaustausch, Flüchtlinge drücken die Schulbank in Deutschkursen. "Mir hat die Kündigung den Boden unter den Füßen weggezogen", gibt Einrichtungsleiterin Marita Kabitschke zu. Zumal die Suche nach einem neuen Standort, der das breite Angebotsspektrum bedienen kann, erfolglos blieb. "Unter den Räumlichkeiten waren keine, die den Umständen entsprachen. Wir wollten aber nicht aufgeben, was mit so viel Herzblut aufgebaut wurde", sagt Marita Kabitschke. Von der Stadt war unter anderem der Saal des Capitol angeboten worden.

Marina Breszgott, Leiterin der Sozialstation und des DRK-Zentrums, hatte die Idee, das Mehrgenerationenhaus unters gemeinsame Dach an der Jahnstraße 8 zu holen. "Das Gelände ist gut erreichbar, Supermärkte und andere zentrale Einrichtungen sowie eine Bushaltestelle sind in der Nähe", sagt sie. Auch der Landkreis, der die Mehrgenerationenhäuser fördert, gab deshalb grünes Licht.

Für den Generationentreff wird ein Gebäude gegenüber dem Haupthaus in den nächsten Monaten umgebaut. Dort wird es separate Zimmer für die Beratungen sowie auch einen Schulungsraum geben. Für Angebote mit größerer Teilnehmerzahl kann der Veranstaltungsraum im Hauptgebäude genutzt werden, sagt Marina Breszgott. Bis zum Sommer, so das Ziel, soll die Umgestaltung komplett abgeschlossen sein. Für den Übergang werden zunächst Büros in der oberen Etage des Pflegestützpunktes hergerichtet. "Wir rücken zusammen, denn wir wollen, dass das Mehrgenerationenhaus ab Mai am neuen Standort nahtlos weiterläuft", so die Leiterin der Sozialstation. Marita Kabitschke ist froh über diese Schützenhilfe. Sie weiß: "Was einmal wegbricht, kommt nicht wieder." Das zeigt auch die Statistik: Im Januar 2016 wurden 900 Nutzer gezählt. In diesem Jahr, nachdem die Kündigung publik war, sank die Zahl um ein Drittel auf 600.