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Geldnot: Bürgermeister verteidigt Rückzug von Landesausstellung

Luckau. Luckaus Absage der Partnerausstellung für die erste Brandenburger Landesschau "Preußen und Sachsen – Szenen einer Nachbarschaft" im Jahr 2014 in Doberlug hat den Schul- und Sozialausschuss der Gartenstadt bei seiner Sitzung am Dienstagabend beschäftigt. Ursula Rothe (Die Linke) nannte die Schau eine große Chance für die Stadt. be

Sie wollte wissen, ob es möglich sei, Geldquellen aufzutun, die eine Teilnahme doch noch möglich machten. Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) hatte die prekäre Haushaltslage der Stadt als Grund für den Rückzug genannt. Olaf Schulze (CDU) kritisierte, dass Luckau anders als Lübben keinen Förderantrag aus dem Kulturtopf von Dahme-Spreewald gestellt hatte. Je 4500 Euro für die Vorbereitung 2013 und die Durchführung 2014 wären möglich gewesen, sagte er und warf der Verwaltung Versäumnisse vor. Denn zum Zeitpunkt der Beantragung im März sei noch nicht klar gewesen, dass die Kommunalaufsicht Dahme-Spreewald das Luckauer Haushaltssicherungskonzept nicht genehmigen würde, so Olaf Schulze.

Gerald Lehmann wies das gegenüber der RUNDSCHAU zurück. Luckau gebe statt erlaubter drei Prozent 5,44 Prozent seines Ergebnishaushaltes für freiwillige Aufgaben aus. Die Probleme, die sich daraus für die Haushaltsgenehmigung ergeben könnten sowie der strikte Sparzwang seien in allen Haushaltsberatungen Thema gewesen, sagte er. Trotz Fördergeld müssten für die Partnerausstellung, die zu den freiwilligen Aufgaben zähle, Eigenanteile aufgebracht werden. "Geld, das wir nicht haben", bedauerte Gerald Lehmann.