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Gehrener Wehr in der Erfolgsspur

Sieben Mitgliedern der Gehrener Wehr hat Dieter Heinze (r.), Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, das Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes überreicht. Weiterhin geehrt wurden fünf Kameraden für langjährige treue Dienste, so Hilmar Schmidt für eine 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr.
Sieben Mitgliedern der Gehrener Wehr hat Dieter Heinze (r.), Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, das Ehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes überreicht. Weiterhin geehrt wurden fünf Kameraden für langjährige treue Dienste, so Hilmar Schmidt für eine 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr. FOTO: Foto-Zahn/fza1
Gehren. Neun Mal ist die Feuerwehr des Heideblick-Ortsteils Gehren 2015 zu Einsätzen gerufen worden. Von der Zahl her war das ein eher ruhiges Jahr, sagt Ortswehrführer und Heideblicks Gemeindebrandmeister Thomas Seide. Carmen Berg

Der emotional schwierigste Notruf ereilte die Wehr im Mai nach einem Motorradunfall, bei dem ein Mensch ums Leben kam. Alle Einsätze konnten in Mannschaftsstärke abgesichert werden. Jedoch nur, weil sie meist abends und am Wochenende lagen oder ältere Kameraden tags im Ort erreichbar waren, so Thomas Seide.

Bei der Jahreshauptversammlung kürzlich in der Gaststätte Raunigk konnte er erneut auf viele Wettkampf-Erfolge der Gehrener zurückblicken. So holten die Frauen 2015 zum dritten Mal in Folge den Brandenburg-Cup und sind damit die erste Mannschaft, die den Wanderpokal behalten darf. Bei den Landesmeisterschaften in Rhinow starteten Gehrener in neun Disziplinen. Die Frauen siegten im Löschangriff nass, in der Gruppenstafette sowie in der vier mal 100-Meter-Feuerwehrstaffel. Kirsten Seide, unter anderem Landesmeisterin im 100-Meter-Hindernislauf, trat mit dem deutschen Nationalteam im Feuerwehrsport bei den Weltmeisterschaften in St. Petersburg an. Sportliche Erfolge seien ein Anreiz für junge Leute, bei der Wehr mitzumachen, sagt Thomas Seide. Nachrücker in den aktiven Dienst würden gebraucht, vor allem fehlten die Jahrgänge zwischen 25 und 35 Jahren.

Gehrens Wehr zählt 17 Frauen, 22 Männer, zehn Mitglieder in der Jugendwehr und zwölf in der im Vorjahr gegründeten Kids-Feuerwehr. Optimistisch stimmt Thomas Seide, dass es in Heideblick gelang, den Abwärtstrend bei den Jugendwehren zu stoppen. Von 13 Ortswehren haben neun wieder eine Jugendwehr. Bewährt habe sich eine Zusammenarbeit benachbarter Dörfer wie beispielsweise Bornsdorf und Weißack, sagt Thomas Seide.

Ein Umdenken angesichts der schwierigen Personallage fordern ältere Kameraden vom Land. "Es ist schwer zu vermitteln, dass man bis 67 Jahre arbeiten gehen soll, zugleich aber mit 65 zu alt wird für den aktiven Feuerwehrdienst", so der Feuerwehrchef.