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| 16:15 Uhr

Brandschutz
Auch Gehrener Feuerwehr hat Nachwuchsprobleme

 Marco Stenschke, stellvertretender Wehrleiter, Bürgermeister Frank Deutschmann, Wehrleiter Thomas Seide (v.l.) sowie Vereinsvorsitzender Michael März (r.) gratulieren Peggy Müller (4.v.l.), Jana März und Detlef Deutschmann (2.v.r.). Alle drei wurden für 20 Jahre treue Dienste durch die Landesfeuerwehr ausgezeichnet.
Marco Stenschke, stellvertretender Wehrleiter, Bürgermeister Frank Deutschmann, Wehrleiter Thomas Seide (v.l.) sowie Vereinsvorsitzender Michael März (r.) gratulieren Peggy Müller (4.v.l.), Jana März und Detlef Deutschmann (2.v.r.). Alle drei wurden für 20 Jahre treue Dienste durch die Landesfeuerwehr ausgezeichnet. FOTO: Benjamin Wepprich
Bei der Jahreshauptversammlung loben Gäste die Einsatzbereitschaft und das aktive Vereinsleben.

Auf 19 Einsätze kommt die Freiwillige Feuerwehr Gehren 2018, etwas mehr als in den Vorjahren. „Der Personalbestand unserer Feuerwehr setzt sich zurzeit aus 34 aktiven Personen, davon zwölf Frauen, zusammen“ erklärte der Wehrführer Thomas Seidel. Dabei wies er darauf hin, dass derzeit jüngere Kameraden von 18 bis 35 Jahren fehlen. Man hoffe, diese Lücke durch Nachrücker aus der 20 Personen starken Jugendfeuerwehr zu schließen.

„Wir sind zwar zurzeit einsatzbereit, aber in der Zukunft werden uns die aktiven Mitglieder fehlen, da der viel zitierte demografische Alterswandel auch vor uns nicht Halt macht. Wenn wir es nicht schaffen, weiter aktive Mitglieder zu gewinnen, dann stehen wir vor einem großen Problem“ ergänzte der Feuerwehrmann. Vereinsvorsitzender Michael März begründete die personelle Lücke: „Wir haben eine Generation, welche die Ortschaft nach der Schulzeit verließ, nun zwar wieder zurückgekommen ist, aber nicht diesen Bezug zur Feuerwehr hat“.

Dabei ist der Verein im Ortsleben allgegenwärtig. So beschäftigt sich die freiwillige Feuerwehr Gehren nicht nur mit der Brandbekämpfung, mit Hilfeleistungen im Straßenverkehr, mit dem Beräumen von Umweltschäden wie umgestürzten Bäumen und kleineren Hilfsdiensten in Notfalllagen. „Trotz des heißen Sommers haben wir Glück gehabt. Wir sind hier von viel Wald umgeben, hatten aber keine so großen Waldbrände wie andernorts“, fasste der Wehrführer zusammen. Vielmehr steht der Verein rund um die aktive Feuerwehr für Unterstützungen wie das Osterfeuer, mit den traditionell das Vereinsjahr beginnt, er richtet Feuerwehrwettkämpfe im Bereich der Erwachsenen sowie Jugend aus und gestaltet das Feuerwehr- und Dorffest mit. „Unser Vereinsleben funktioniert in den letzten Jahren kontinuierlich, was sich auch an den stetigen Mitgliedszahlen des Vereins zeigt“, sagte März.

Er ist seit zwölf Jahren Vereinsvorsitzender, lobte und bedankte sich bei allen fleißigen Beteiligten als auch bei Sponsoren und Unterstützern. „Ein Ort lebt mit den aktiven Vereinen“, bedankte sich Ortsvorsteherin Kerstin Richter für die aktive Gestaltung des Vereinslebens. „Dieses ist für Gehren ein wesentlicher Bestandteil.“ Ebenso wichtig und absolut nicht wegzudenken, seien die Bemühungen des Vereins bezüglich der Jugendarbeit, hieß es weiter. So werden mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen regelmäßig Wettkämpfe im Vergleich mit anderen Jugendwehren veranstaltet und gemeinsame Unternehmungen forciert.

„Unsere Feuerwehr ist das Rückgrat für das Gemeindeleben. Die meisten Ortsteile von uns leben und sterben mit der Feuerwehr“, resümierte der Bürgermeister von Heideblick Frank Deutschmann. „Er blickte erwartungsvoll auf das kommende Jahr und – auch ein Stück dankbar für die vielen Aktivitäten und Unterstützungsleistungen der Kameraden – auf das vergangene Jahr zurück. „Eure Bilanz im Verein ist mehr als beeindruckend, in der Vereins- und Jugendarbeit als auch im Wettbewerb“, lobte der Bürgermeister. Er sagte die weitgehende Unterstützung zu. So soll die Löschwasserversorgung verbessert werden, falls es doch einmal zu einem größeren Waldbrand kommen sollte und das neue Gerätehaus in Wehnsdorf wird eingeweiht.