Das Eis scheint gebrochen. Die Kinder- und Jugendfragestunde in Zusammenkünften der Luckauer Stadtverordneten und Fachausschüsse nimmt nach Anlaufproblemen Fahrt auf. Hatten erst unlängst Grundschüler diese Plattform genutzt, um die Stadtverordneten vor anstehenden Grundsatzentscheidungen zur Entwicklung des Schulstandortes in ihre Schule einzuladen, so wandte sich in dieser Woche Quentin, ein Junge aus dem Ortsteil Karche-Zaacko, mit einem Anliegen an den Luckauer Hauptausschuss.

Karcher Jugend hat Angst vor Rasern

Er wünscht sich im Namen gleich mehrerer Kinder aus dem Dorf ein Tempo-30-Schild am Ortseingang von Karche, „weil so viele Autos durch den Ort rasen“. Wenn er aus der Schule nach Hause komme, müsse er die Straße überqueren, die dort hüglig und wegen einer Kurve unübersichtlich sei. „Man hört und sieht die Autos nicht“, gab Quentin zu bedenken. Nicht nur für die Kinder sei der Zustand gefährlich. „Es wurden auch schon viele Tiere tot gefahren. Das finde ich nicht gut“, so der Junge.

Vor-Ort-Termin in Karche soll Klärung bringen

Karche-Zaackos Ortsvorsteher Andreas Petschick bestätigte die Schilderungen des Schülers. „Am Ortseingang von Karche ist es lebensgefährlich.“ Er lud Kommunalpolitiker und Verwaltung ein, sich selbst ein Bild von der Situation zu machen. Ordnungsamts-Leiter Thomas Schäfer nahm das Angebot an. Wie er sagte, seien zur Situation Abstimmungen mit dem Landkreis erforderlich. Für ein Treffen vor Ort schlug er einen Termin nach der Schule vor, „damit auch die Kinder dabei sein können“. Bürgermeister Gerald Lehmann (parteilos) bedankte sich bei den Kindern aus Karche ausdrücklich für ihre Wortmeldung. „Ich finde es toll, dass ihr von eurem Recht gebrauch macht und eure Anliegen vortragt“, sagte er.

Kinder- und Jugendbeteiligung Darüber macht sich Luckaus Jugend Sorgen

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