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| 17:12 Uhr

Aufmerksamkeit gefragt
Gefürchtete Bienenseuche im Landkreis nachgewiesen

Lübben. Schutzmaßnahmen nach Ausbruch in Schönefeld

Im Kreisgebiet Dahme-Spreewald ist bei einem Imker in Schönefeld am 2. April der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut (AFB) amtlich festgestellt worden. Das Veterinäramt hat Maßnahmen zur Bekämpfung der bei Imkern gefürchteten Tierseuche erlassen. Die von AFB betroffenen Bienenvölker des Imkers wurden mit dem sogenannten Kunstschwarmverfahren einer Sanierung unterzogen und alles kontaminierte Material unschädlich beseitigt, teilt die Kreisverwaltung mit. Um den betroffenen Standort ist ein Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet werden. Amtliche Tierärzte nahmen dort Proben von allen Völkern, die Ergebnisse stehen teilweise noch aus. Die Sperre hält mindestens zwei Monate bis Anfang Juni an. Die Aufhebung ist erst möglich, wenn erneute Untersuchungen keine weiteren Faulbruterreger bestätigen, so die Kreisverwaltung.

Alle Imker werden aufgefordert, ihre Völker nicht in den Sperrbereich zu bringen und klinische Auffälligkeiten an ihren Bienen umgehend an das Veterinäramt Dahme-Spreewald zu melden. Sofern dies der Fall ist, dürfen Imker an ihrem Bienenstand keine Veränderungen vornehmen.

Wie es in der Information weiter heißt, sind Verbraucher nicht gefährdet, wenn sie Honig oder andere Produkte von betroffenen Bienen verzehren. Bei der AFB handelt es sich um eine Erkrankung der Bienenvölker, bei der ausschließlich die Bienenbrut befallen wird. Erwachsene Bienen können nicht an der Faulbrut erkranken, verbreiten sie aber in ihrem Haarkleid oder als Ammenbienen über das Futter und führen so die Infektionskette fort. Dadurch kann es zum Massensterben  von Bienenvölkern kommen.

„Die durchzuführenden Maßnahmen sind nötig, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern und somit die Imker im Landkreis vor größeren Schäden zu bewahren“, so Kreissprecher Bernhard Schulz.