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| 02:42 Uhr

Gedenken für Liebknecht und Luxemburg

Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Bettina Fortunato gedachten die Luckauer Linken am Samstag der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.
Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Bettina Fortunato gedachten die Luckauer Linken am Samstag der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. FOTO: B. Keilbach/bkh1
Luckau. Mit dem Niederlegen von Kränzen und Blumengebinden und schweigendem Gedenken haben die Luckauer Linken und Parteifreunde aus den Landkreisen Dahme-Spreewald und Elbe-Elster am Samstag der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg vor 98 Jahren gedacht. B. Keilbach/bkh1

Die Landtagsabgeordnete Bettina Fortunato, Sprecherin für Sozial-, Gesundheits-, Pflege- und Seniorenpolitik der Fraktion Die Linke, erinnerte an die entschiedene Haltung und den Mut des Kriegsgegners, der 1914 als einziger Reichstagsabgeordneter gegen die Kriegskredite gestimmt hatte.

Liebknechts Worte zur Begründung, der Erste Weltkrieg sei ein imperialistischer Krieg um die kapitalistische Beherrschung des Weltmarkts und die politische Beherrschung wichtiger Siedlungsgebiete für das Industrie- und Bankkapital, seien auch heute noch aktuell, sagte Bettina Fortunato. Seit Ende des ersten Weltkrieges habe auf der Erde an keinem Tag Frieden geherrscht. "Heute, wo militärische Interventionen wieder hoffähig werden und die Bundesrepublik gern mittut, hat die Erinnerung an Karl Liebknecht und seinen Kampf gegen Militarismus und Krieg eine neue Bedeutung gewonnen", hob sie hervor.

Zu einer anschließenden Gesprächsrunde mit der Landtagsabgeordneten trafen sich die Genossen im ehemaligen Ladengeschäft Am Markt 3. In den vergangenen Wochen hatten die Luckauer Linken die Räume renoviert und eingerichtet. Das neue Domizil mit Büro und Versammlungsraum soll auch Begegnungsstätte sein. "Demnächst werden wir wöchentlich eine Abgeordnetensprechstunde abhalten", sagte Holger Menzel, Vorsitzender der Luckauer Basisorganisation. Zudem sollen hier regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Während der ersten diskutierten die Linken aktuelle Themen des bevorstehenden Wahlkampfes. Darüber hinaus gab Holger Menzel die Anregung, das Luckauer Liebknecht-Denkmal mit seiner Geschichte künftig auch im Internet zu präsentieren. Die vom Bildhauer Theo Balden 1969 geschaffene Statue stand bis zur Wende auf dem Markt. Danach wurde das Denkmal an die Luckauer Stadtmauer versetzt.