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| 15:31 Uhr

Erinnerung
Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg

 Mehr als 50 Teilnehmer gedachten am Sonntag in Luckau der ermordeten Arbeiterführer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.
Mehr als 50 Teilnehmer gedachten am Sonntag in Luckau der ermordeten Arbeiterführer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. FOTO: Ratajczak Frank / Foto-Zahn
Luckau. Mehr als 50 Teilnehmer legten am Sonntag in Luckau zum 100. Jahrestag ihrer Ermordung Blumengebinde nieder.

Gut beschirmt bei regnerischem Wetter wurde am Sonntag in Luckau der Ermordung der beiden Arbeiterführer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg im Januar vor 100 Jahren gedacht. Initiator der Veranstaltung am vom Bildhauer Theo Balden geschaffenen Denkmal an der Stadtmauer, die in Luckau Tradition hat, war die Partei Die Linke.

Noch vor Beginn des Ersten Weltkrieges hatte Karl Liebknecht als Einziger im Deutschen Reichstag seine Stimme gegen die Bewilligung der Kriegskredite erhoben und wurde nicht zuletzt deshalb von 1916 bis 1918 wegen Hochverrats im Zuchthaus Luckau für mehrere Jahre inhaftiert. Liebknecht und Luxemburg wurden vor 100 Jahren von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schützen-Division erschossen.

Mehr als 50 Mitglieder und Sympathisanten der Linken aus Luckau, aus den Landkreisen Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming und Elbe-Elster, legten zum Gedenken Blumengebinde und einzelne Nelken nieder. Als Gäste weilten auch die Landesvorsitzende der Partei Die Linke, Anja Mayer,  und die Landesbeauftragte für Gleichstellung von Männern und Frauen, Monika von der Lippe, unter den Teilnehmern.

Anja Mayer  würdigte  den unermüdlichen Kampf von Liebknecht und Luxemburg gegen Krieg und Ausbeutung. Das Thema sei bis heute aktuell, denn Kriege und Armut gebe es immer noch in vielen Teilen der Welt, so Anja Mayer.

Im Jahr 1969 wurde das Liebknecht Denkmal auf dem Luckauer Marktplatz aufgestellt, kurz nach der Wende fand es an der Stadtmauer unweit des ehemaligen Zuchthauses, in dem heute die Kulturkirche mit dem Niederlausitz-Museum ihren Sitz hat,  seinen jetzigen Standort.

Im Niederlausitz-Museum befasst sich noch bis zum 14. April eine Sonderausstellung unter dem Thema „Verurteilt. Verherrlicht. Vergessen?“ mit Karl Liebknecht und dem Verhältnis der Luckauer zu ihm.

Nach der Ehrung am Sonntag trafen sich die Vertreter der Linken in der Loge zur Wahlkreismitgliederversammlung der Partei. Hier ging es unter anderem um die Nominierung der Kandidaten für die Kreistagswahl.