Von Carmen Berg

Wie im Flug scheint die Zeit vergangen seit der ersten Brandenburger Landesgartenschau 2000 in Luckau. Nächstes Jahr will die Laga-GmbH anlässlich des Jubiläums an jene besondere Zeit erinnern. Größenwahnsinnig sei die Bewerbung der Kleinstadt von manch einem damals genannt worden, schmunzelt Geschäftsführerin Maja Jentsch.  Die Luckauer reagierten darauf, indem sie zusammenrückten. „Daran wollen wir anknüpfen. Wir laden Vereine, Firmen und Bürger ein, sich in das Jubiläum einzubringen“, sagt sie und hat im Hinterkopf, dass es in Brandenburg 2020 keine Gartenschau gibt. „Das ist eine touristische Chance, Gartenfreunde erneut auf Luckau neugierig zu machen.“

Eine Neuauflage der Laga sei dabei nicht geplant, stellt Maja Jentsch klar. Vielmehr gehe es darum, sich wieder bewusst zu machen, welch großen Schub die Schau für die Stadt gebracht hat. Den Laga-Park etwa, der auf früherem Wiesen- und Gartenland neu angelegt wurde.

Dort wird mit dem Tulpenfest am 19. April die Jubiläumssaison eröffnet. Nachdem in Vorjahren jeweils ein anderes Land dem Fest das Motto gab, heißt es 2020 „Einmal um die ganze Welt.“ Zum Ausklang sei ein Empfang für Menschen vorgesehen, die die Laga und den Erhalt ihres Erbes besonders unterstützten, kündigt Maja Jentsch an.

Ein Reigen größerer und kleinerer Events schließt sich in den Folgemonaten an. Bei einem Treffen in der Kulturkirche haben Kulturschaffende erste Ideen zusammengetragen. So sollen die traditionellen Höhepunkte im Stadtleben im Zeichen der Laga stehen. Bei der Niederlausitzer Leistungsschau am letzten Aprilwochenende sei ein größerer Gartenschaubereich in der Überlegung. Für die Spektrale des Landkreises Dahme-Spreewald könnte ab Mai der Park zur Ausstellungsfläche zeitgenössischer Kunst werden. Im Juni sei anstelle des Türmerfestes, das wohl der Marktsanierung weichen muss, ein Sommerfest im Park geplant, zählt Maja Jentsch auf.  Ein Highlight dürfte zudem ein Konzert mit Star-Trompeter Ludwig Güttler sein, das die Kirchengemeinde in Aussicht stellt.

Ein Sommerpicknick im Park, ein Luckau-Krimi von der Theaterloge, ein Mal-Open-Air für Interessierte als Anregung vom Luckauer Malkreis und thematische Stadtführungen stehen ebenso auf der Liste wie der Vorschlag des Gewerbevereins „Wir sind Luckau“, Fotos aus der Laga-Zeit in Schaufenstern der Altstadt zu zeigen. Auch sei daran gedacht, alte Aufnahmen von Hobbyfilmern noch einmal zu zeigen. „Das ist eine schöne Gelegenheit, Geschichten zu erzählen und gemeinsam zurückzublicken“, sagt Maja Jentsch.

Fotos und Filme aus den Archiven der Luckauer seien willkommen. Firmen und Vereine, die den Park mit weiteren Veranstaltungen beleben sowie  Bürger, die bei der Parkpflege und den Vorbereitungen helfen möchten, können sich ebenfalls gern bei der Laga-GmbH in der Kulturkirche melden.

Gut wäre es auch, wenn die Stadt wie einst mit vielen Balkonkästen dekoriert würde. „Wenn viele mit anfassen, jeder so, wie er kann, dann wird 2020 in Luckau ein schönes Jahr“, ist Maja Jentsch überzeugt.

Sie lädt alle, die noch Angebote haben, zur Kulturkonferenz am Dienstag, 29. Oktober, um 17 Uhr in den Rathaussaal ein. Dann sollen die Eckpunkte der Jubiläumssaison festgezurrt werden.

Liebe Leser, schreiben Sie uns, welche Veranstaltungen und Aktivitäten Sie sich im Jubiläumsjahr vorstellen: red.spreewald@lr-online.de.