„Mein schönstes Bild“ ist der Titel einer Ausstellung, die am Sonnabend in der Dahmer Galerie Kunstpause eröffnet wurde. Laien und einige Profis zeigen dort ihre Arbeiten. Bis zum 1. Februar können Besucher ihr Lieblingskunstwerk unter 57 Angeboten wählen. „Das ist Rekordbeteiligung“, sagt Kerstin Heinze, die zu den Initiatoren der Kunstpause gehört. Neben Malerei und Grafik stellt die Fotografie erstmals eine eigene Wertungskategorie. Neu ist außerdem ein Malwettbewerb für Kinder. Um mehr Menschen Gelegenheit zum Abstimmen zu geben, ist die Galerie zusätzlich an den kommenden vier Sonnabenden von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Talente soll gefördert werden

Insbesondere soll die Schau Talenten, die bislang eher im Stillen blühten, ein Forum geben. Menschen etwa wie Bärbel Schulze aus Schönewalde. Sie habe erst im Ruhestand mit dem Malen begonnen. Dafür sei sie extra zu einem Kurs ins weit entfernte Bad Schmiedeberg gefahren, bis sie durch Zufall vom „Mittwochs-Malen“ für Laien in Dahme erfuhr, erzählt sie. Seit dem Sommer ist sie in der Runde dabei. Die „Winterlandschaft“ der Schönewalderin erhält von Galerie-Mitbegründer Hartmut Fischer Lob: „Die Perspektive, die Spiegelungen – es stimmt alles.“

Teresa Casanovera, Künstlerin aus Berlin, die aus Cuba zum Studium in die ehemalige DDR kam und blieb, findet das Dahmer Projekt interessant. „Das ist offene Demokratie“, sagt sie. Die Berlinerin ist mit der Grafik „Materia Rosa“ ebenfalls erstmals vertreten.

Am 1. Februar um 15 Uhr sollen die Lieblingswerke des Publikums prämiert werden. Ab 17 Uhr an diesem Tag gibt es eine weitere Premiere. Im Musikalischen Salon können alle, die Lust haben, auf eigenen Instrumenten fürs Publikum spielen.